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I. Gefässe: C) Mit rothen Figuren.
der Stellung nach rechts, das r. Bein lang aus
gestreckt, gebeugt über den in Vorderansicht nach
lir.ks mit eingebocenem r. und aufgestütztem 1.
Beine auf dem Boden liegenden Riesen, dem er mit
der 1. Faust die Kehle zusammenpresst, während
die R. — unmotivirt für die Situation — zum
Stosse ausholt. Antaios hat jede Gegenwehr schon
aufgegeben, Kopf und Arme sinken herab, sein
Auge ist gebrochen. L. von Herakles seine Keule
angeiehnt, r. über Antaios Gewand und Hut.
Unter dem r. Arme des Herakles KALOS,
r. von seinem Kopfe bis zum Gewände weitgestellt
OPA.<; (6 na tg).
B) Sehr stark abgerieben. Theseus, nackt,
bartlos, r. Kranz in dem hinten aufgebundenen
Haare, fasst in vorgebeugter Haltung mit der L.
den in die Kniee gesunkenen Stier im Nacken,
die nach rückwärts ausgestreckte R. hält die
Keule zum Schlag bereit. Hinter dem Thiere
Oelbaum.
C) Umgeben von zwei thongrundigen Krei
sen. Nackter Jüngling, mit breiter, rückwärts her
abhängender Helmbinde im Haare, in kurzer
Schrittstellung nach links, blickt mit leise ge
senktem Haupte auf einen Helm mit unbeweg
lichem, abgerundetem Backenschirm und niedri
gem Bügel, den er mit der in diagonaler
Richtung gesenkten R. am Nasenschirm hält,
mit der L. hebt er einen Schild (Z. fliegender
Vogel) in Vorderansicht bis zur Schulterhöhe.
Hinter ihm ein Altar mit viereckiger Basis und
viereckigem Aufsatz. Weder die Füsse der Figur,
noch der 1. abgeschnittene Helm und der r.
abgeschnittene Altar berühren den umgebenden
thongrundigen Ring (vgl. Fig. 24). R. vom Helm
KALOS, unter dem r. Arm dasselbe linksläufig.
Die Augen bei (7) innen offen, bei A) und Bl
geschlossen. Das Haar am Rande von flachen
Buckeln umgeben, vollständig bei Herakles, nur
am Hinterhaupte bei Antaios und bei C). Bei
A) reichliche, vielfach abgesprungene Innen
zeichnung, wie es scheint, nur mit Relieflinien.
C) erscheint strenger mit den überlangen Beinen
des Jünglings.
A) und ß, abgeb. Annali dell’ Inst. 1878,
tav. d'agg. D. p. 36 ff. (Klügmann). — Brunn,
Bullett. dell’ Inst. 1865, p. 219. Klein, Euphro-
nios’, p. 123, Nr. D.
Grosse Schalen der Bliithe^eit.
Nr. 323. Schale des Hierein. A) Männer und
Knaben, B) Männer und Jünglinge, C)
Jüngling und Mädchen einander gegen
über. A) und B) über thongrundigem
Kreis, C) umrahmt mit ununterbroche
nem Mäander. Zusammengesetzt, einzelne
Stücke fehlend; die Oberfläche vorzüg
lich erhalten. H. o‘i37, D. o - 33. Samml.
Castellani. (4633.)
Sämmtliche Figurert, auch bei C), mit rothem
, Kranz im Haare; die meisten mit geöffnetem
Munde, sprechend. A) Drei Gruppen neben
einander, 1. der Erast, r. der Knabe, die ersteren
in dem bei Hieron üblichen Standmotive, mit
Stand- und Spielbein (nur der am r. Ende mit
beiden Füssen stehend), nach vorne gebeugt,
gestützt auf den unter die 1. Achsel gescho
benen Knotenstock, über dessen Krücke der
Mantel mit einem Ende herabfällt, die R. in die
Hüfte gestemmt. Der Mittlere bietet dem Knaben,
der in Vorderansicht steht (auf dem 1. Unter
arm dgs eine Ende des Mantels, der die r.
Brust freilässt), eine Blume dar, während
dieser ihm mit beiden Händen einen Hasen hin
reicht. Der Erast zur L. hält einen Beutel,
der zur R. spricht, mit der gesenkten E. den
Stock umfassend; die Knaben vor ihnen in
gleichem Schema, bis an das Kinn in den
Mantel gehüllt, den sie mit beiden Händen
zusammenfassen, der erste mit begehrlichen
Blicken und offenem Munde den ihm dargebo
tenen Beutel betrachtend. Zwischen der 2. u. 3.
Gruppe Schwamm, Beutel undStriegel aufgehängt.
B) Zwei Jünglinge mit Bartanflug nach r.
sitzend, auf geradbeinigen, mit Polstern belegten
Stühlen, der eine die Doppelflöte blasend, der
andere im Leierspiel einhaltend (bei dem ersten
der Mantel um den Unterleib gelegt, bei dem
zweiten auf die Schulter geworfen), zwischen
drei bärtigen Männern, welche ihre Bewunderung
bezeugen. Der Mann am r. Ende vor dem Leier
spielenden, Leib und 1. Standbein in Vorderan
sicht, stützt mit der L., ajuf der der Mantel auf
liegt, den Knotenstock auf, die R. legt er an die
Brust, um dem Jüngling sein Lob zu betheuern,
das dieser mit einer gewissen Verschämtheit auf
nimmt; der mittlere, gleichfalls in Vorderansicht,
!mit beiden Füssen stehend, der r. nach aussen
gerichtet) unter der r. Achsel Stock und den
die ganze Brust freilassenden Mantel, erhebt
die R., die L. ist in der Hüfte; der Dritte, nach r.
gewendet, das Standbein in Vorderansicht, stützt
in sentimentale Bewunderung versunken, das
Haupt auf die L., die auf dem Stockgriffe ruht,
die R. in die Hüfte. Hinter dem Leierspielen
den Flöten- und Mundstückfutteral, hinter dem
Flötenspieler seine Leier.
C) Jüngling mit Bartanflug nach r. in dem
bei Hieron üblichen Standschema, das r. Bein in
Vorderansicht, die ganze Figur unschön und un-
proportionirt; rechts vor ihm und ohne Ver
bindung mit ihm ein kleineres Mädchen in kurzem
Haar mit kleinem Nackenschopf, Chiton mit
doppeltem Ueberschlag, unter dem die r. Gürtel
schnüre herabhängen und auf den Schultern
liegendem Mantel, in jeder Hand eine Blume.
Die Haare bei allen männlichen Figuren mit
kleinen Zipfeln oder Punkten am inneren Rande,
nur bei wenigen mit Buckeln" am äusseren; bei
dem Mädchen vorne Reliefstriche auf der un
gegliederten Masse. Das Auge bei den meisten
innen geschlossen, mit schwarzem Punkt. Die
Mäntel mit schwarzem Randstreifen, im Nacken
abstehend. Muskeldetail mit verdünntem Firniss.
Die Contouren mit Reliefstrichen. Auf der
Innenseite eines Henkels aufgemalt in rother
Farbe: HIEFONEPOIESEN. _ Unten ein
gekratzt.
Abgeb. Wiener Vorlegeblätter, Serie C. Taf.
IV. — Brunn, Bullett. dell’ Inst. 1865, p. 218 f.
Klein, Vasen m. Meistersignaturen l , p. 164, Nr. 2.