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Full text: Die Sammlung antiker Vasen und Terracotten im K. K. Oesterreich. Museum

Attisch. 
gende Tänien und rothe Bänder mit Finger 
blättern an den Enden. Unter der Kline liegt 
die Leiche des bärtigen Hektor mit einer 
(rothen) Wunde in der 1. Brust und geschlos 
senem Auge, die Hände an den Gelenken durch 
Riemen zusammengebunden. Seine Haare von 
hinten bis zu den Ohren in einen Zopf herumge 
legt. Achill, bartlos, im aufgebundenen Haar einen 
(bei späteren Terracottafiguren sehr häufigen) 
wulstigen Kranz, neben welchem vorne rothe 
Fingerblätter zum Vorschein kommen, das Hi- 
mation um den Unterleib und auf die 1. Schulter 
geworfen, hält in der L. ein Band. Das Messer, 
mit welchem er soeben Speisen zertheilt, noch 
in der R. haltend, wendet er den Kopf nach 
rückwärts herab zu seinem jugendlichen Mund 
schenken, der zu Häupten der Kline steht, den 
gleichen Kranz wie Achil und Band mit Finger 
blättern in den Haaren, Weinseiher und Heber 
in den Händen. In seiner schiefen Stellung ist 
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B) Versammlung von sechs’ Männern in 
der Art der bei Hieron üblichen Conversations- 
scenen. Am rechten Ende eine jonische Säule 
mit Basis; im Raume frei aufgehängt zwei 
Schilde (Z. Stier und Löwe), Helm wie auf A) mit 
einem pantherartigen Thier auf der Backenlasche, 
Lanze und zwei Schwerter. Das Wehrgehänge 
derselben (die Schnüre roth, die runden Knöpfe 
thongrundig) jedenfalls ähnlich gedacht wie bei 
Nr. 324 A 8 und B 1. — Je ein sitzender und 
ein stehender Mann einander gegenüber, bei 
dem ersten Paare (von 1.) der Sitzende links, der 
Stehende rechts, bei dem zweiten und dritten um 
gekehrt, so dass die Darstellung nach aussen 
durch Sitzende abgeschlossen ist. Die beiden 
Figuren an den Enden auf Klappstühlen, von 
denen der zur L. mit einem Thierfell, der zur 
R. mit einem Tuch bedeckt ist, der mittlere 
auf einem Stuhl mit Polsterbelag und geraden 
Beinen, unter dem ein grosser Hund liegt. Das 
Fig. 26, Nr. 329. 
charakteristisch der Uebergang aus dem Stande 
’ in die Bewegung nach aussen ausgedrückt. Den 
Kopf wendet er gegen den herannahenden Zug 
zurück.— Voran Priamos in Chiton, Himationund 
Schuhen, vorne kahlhäuptig, mit weissem Haupt- 
und Barthaar, das vorne auf dem Scheitel in 
kleine Löckchen aufgelöst ist; am Barte schwarze 
Spitzen, die Stirne gefurcht; er steht ruhig da, 
mit der R. einen Stock aufstützend. Sein Mund 
ist geöffnet. Hinter ihm zwei Diener und zwei 
Dienerinnen, die ersteren nur mit Himation, 
die letzteren mit Chiton und Himation bekleidet. 
Die stufenförmige Reihe von Punkten an dem 
Chiton des vorangehenden Mädchens’ ist in der 
Abbildung übersehen. Die Diener tragen auf 
der 1. Schulter je eine Hydria, der erste mit 
der R. drei ineinander gesteckte Metallschalen, 
der zweite, der noch in Schrittstellung ist, eine 
lange Schüssel, die Dienerinnen halten auf dem 
Haupte je einen grossen Korb. Alle vier mit 
schmalem Band im Haare. 
erste und zweite Paar in lebhaftem Gespräch, 
das der 1. und 4. mit Geberdenspiel begleiten. 
Bei allen geöffneter Mund, per 5. eine ziemlich 
genaue Wiederholung des Priamos auf der 
Vorderseite, wie dieser vorne kahlhäuptig, mit 
einer Locke hinter dem Ohre und Furchen auf 
der Stirne, jedoch mit schwarzem Haare. Der 
1. 5. und 6. ist mit Chiton und Mantel be 
kleidet, der 2. 3. und 4. nur mit Mantel; der 1.4. 
5. und 6. trägt Schuhe, der 2. hohe Reisestiefeln 
mit rothen Schnüren, de» 2. und 3. im Nacken hän 
genden Petasos an rothen Bändern, der 3. Wehr- 
gehäng. Alle mit Stock — der bei dem 2. nicht 
unterhalb der r. Hand aufhört, wie man nach 
der Abb. schliessen könnte, sondern aufgestützt 
ist — und Band im Haare, das nur bei 5 nicht 
mit den Enden herabhängt. Bei allen — 2 aus 
genommen — ist das Haar in einen Schopf 
aufgenommen, der bei 4 und 6 mit seinen Enden 
seitlich über das Band herabfällt. Bei 2 ist das 
Haar wulstig um das Hinterhaupt gelegt.
	        
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