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MAK

Full text : Die Sammlung antiker Vasen und Terracotten im K. K. Oesterreich. Museum

Attisch.

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Palmettenfüllung  ausgehen,  als  oben  offener
Kranz  um  die  Henkel  gelegt;  um  den  r.  Henkel  in
mehr  symmetrischer  Anordnung:  zwei  Palmetten
unten,  je  zwei  seitlich;  ganz  frei  bei  dem  1.
Henkel  (7  Palmetten).  Vereinzelt  schon  Palmettentheilchen
  als  Zwickelfüllung.
Brunn,  Bullett.  dell’  Inst.  1865,  p.  216.
Nr.  340.  Amphora  a  colonnette  (Taf.  VI).
Auf  dem  Bauche  je  eine  Figur  über
thongrundiger  Linie:  A)  Poseidon  verfolgt ­
  einen  B)  Jüngling.  An  der  Vorderseite ­
  des  Halses  ausgespartes  Viereck,
in  demselben  das  Lotosknospenband  des
schwarzfigurigen  Stiles,  abwärts  gerichtet;
zu  unterst  Strahlen,  sonst  ganz  gefirnisst.
Uebergangszeit  zum  schönen  Stil.  H.
o'375,  U.o'gc).  Samml.  Castellani.  (4623.)
A)  Poseidon,  bärtig,  im  Haare  rothen
Kranz,  bekleidet  mit  kurzem  Chiton,  in  der  L.
einen  Delphin,  die  R.  mit  dem  Dreizack  ausholend. ­
  Der  r.  Unterschenkel  ergänzt.  R.  von
seinem  Kopfe  KAI/0£,  die  beiden  letzten
Buchstaben  undeutlich.  B)  Jüngling,  rothen
Kranz  im  Haare,  nackt  bis  auf  Mäntelchen,  das
auf  die  Schultern  geworfen  ist,  mit  umgewendeten ­
  Kopfe  nach  r.  laufend,  die  L.  erhoben,
die  R.  gesenkt.  Fast  ohne  Innenzeichnung.
Erscheint  sehr  streng  durch  die  übermässige
Einziehung  des  Leibes  in  der  Hüfte.  Das  Bild
sollte  ursprünglich  eingerahmt  werden.  —  Unten
eingekratzt.
Brunn,  Bullett.  dell’  Inst.  1865,  p.  216.
Nr.  341.  Amphora  a  colonnette,  wie  die
vorhergehende,  der  Fuss  jedoch  höher
und  gefirnisst.  Auf  dem  Bauche  zwei
Bilder  mit  dionysischen  Scenen,  seitlich
mit  Epheukanten,  oben  mit  Stabkyma
eingerahmt.  Zu  unterst  Strahlen,  auf
dem  Halse  Viereck  mit  Lotosknospenband ­
  wie  bei  der  vorhergehenden
Nummer,  ausserdem  an  dem  äusseren
Mündungsrande  Epheuranke,  auf  der
Mündungsfläche  Lotosknospenband,  auf
den  Henkelscheiben  offene  Palmetten
mit  Volutenranken.  Sämmtliche  Ornamente ­
  in  der  Technik  des  schwarzfigurigen ­
  Stiles.  Der  Firniss  sehr  ungleichmässig
  aufgetragen.  Schöner  Stil.  H.
o’365.  (2552.)
A)  Dionysischer  Komos.  Silen,  vorne  kahlhäuptig,
  r.  Band  im  Haare,  auf  dem  Bauche
herablaufenden  Streifen  mit  Behaarung,  schnell
nach  r.  schreitend,  die  L.  erhoben,  die  R.  nach
rückwärts  gesenkt,  umblickend.  Hinter  ihm  in
gleichem  Tempo  Dionysos,  bärtig,  im  aufgenommenen ­
  Haare  aufgesparten  Kranz,  vor  dem
Ohre  eine  Locke,  bekleidet  mit  Chiton  und
Himation,  in  der  erhobenen  L.  Kantharos,  mit
der  R.  Thyrsos  schulternd.  Er  blickt  um  nach
einer  Mänade  in  Chiton,  Mantel  und  Haube;
ihre  L.  ausgestreckt,  in  der  R.  wagrecht  eine
Fackel  mit  r.  Flamme,  der  Kopf  erhoben.

B)  Symmetrische  Composition.  In  der  Mitte
Mänade  in  Chiton,  Mantel  und  Haube,  nach  1.
schreitend,  nach  r.  umblickend,  in  jeder  Hand
eine  Fackel;  r.  und  1.  ein  Silen  (der  zur  R.  mit
rothem  Band  im  Haare  ,  in  correspondirendem
Schema,  erschreckt  zurückfahrend,  das  r.  Bein
weit  vorgesetzt,  ein  Arm  ausgestreckt,  der  andere ­
  erhoben.  —  Dionysos  und  die  Mänaden
mit  mandelförmigem,  seitlich  offenem  Auge,  die
Silene  mit  rundlichem  Glotzauge.
Nr.  342.  Glockenkrater  (Taf.  VII),  noch  von
strengen  Verhältnissen  und  der  obere
Rand  absetzend.  Ueber  Kante  von  Mäandergliedern ­
  und  Kreuzen:  A)  Apollo
zwischen  Artemis  und  Hermes,  B)  Drei
Manteljünglinge.  An  dem  absetzenden
Rande  sog.  Eierstab,  darüber  Lorbeerkranz ­
  mit  langen  in  Thon  aufgesetzten
Stielen  und  Früchten.  Der  Rand  des
Fusses  sowie  eine  Rille  auf  der  Oberseite ­
  desselben  thongrundig.  Der  Firniss
ungleichmässig  aufgetragen.  Vom  Anfänge ­
  des  schönen  Stiles.  Namentlich
A)  stark  abgerieben.  Ein  grosses  Stück
unter  dem  1.  Henkel  im  Alterthume
mittelst  Bronzeklammern  restaurirt.  H.
o’338,  ob.  D.  o  365.  Samml.  Castellani.
(463o.)
A)  Voll  feiner  Empfindung.  Apollo  mit
ausgespartem  Kranz,  Chiton  und  um  den  Unterleib ­
  geschlungenem  Mantel;  in  Vorderansicht
stehend,  an  der  1.  Seite  die  Leier,  in  welcher
die  in  einem  Bande  sich  bewegende  Hand  mit
dem  Plectron  spielt,  wendet  er  den  Kopf  gegen
Artemis  und  reicht  ihr  mit  der  R.  eine  Metallschale ­
  hin.  Artemis  in  dorischem  Chiton  mit
langem  Ueberschlag,  die  Haare  hinten  in
einen  Schopf  zusammengebunden,  hält  in  der
R.  eine  Kanne,  in  der  L.  ihren  Bogen.  Zwischen ­
  den  Köpfen  der  beiden  Figuren  Bukranion.
  R.  mit  gesenktem  Haupte  Hermes  in
Chiton,  Ghlamys,  Hut  und  Flügelschuhen,  die
L.  eingestemmt,  in  der  R.  Kerykeion.  Die
Augen  mit  Oberlidstrich,  nur  die  Gesichtscontouren
  mit  Relieflinien.
B)  Der  Jüngling  in  der  Mitte  im  hieronischen"
  Standschema  nach  1.  gewendet,  die  L.
unter  dem  Mantel  den  Knotenstock  aufstützend,
die  R.  eingestemmt.  Sein  Gegenüber  im  Mantel,
der  auf  die  1.  Schulter  geworfen  ist,  die  R.  mit
sprechender  Geberde  der  Hand  vorgestreckt;
die  dritte  Figur  sehr  schlecht  erhalten,  beide
Arme  unter  dem  Mantel.  Augen  ohne  Lidstrich.
Brunn,  Bullett.  dell’  Inst.  1865,  p.  216.
Nr.  343.  Glockenkrater,  wie  der  vorhergehende, ­
  unten  mehr  eingezogen,  oben
mehr  ausladend,  jedoch  der  Rand  noch
leicht  absetzend.  A)  Zwei  Lampadophoren,
B)  Zwei  Manteljünglinge.  Kyma  von  sog.
Eierstab  mit  Punkten  in  den  Zwickeln
unten  nur  in  der  Breite  der  Bilder,  oben
umlaufend.  Die  Kanten  des  Fusses  un-
            
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