Bruck an der Leitha zugeteilt. Hier blieb er bis zu Ostern des
folgenden Jahres inErwartung seiner inzwischen von der „Wiener
Werkstätte" eingeleiteten Enthebung, die ihn am Palmsonntag
seiner künstlerischen Tätigkeit wiedergab. Da zur selben Zeit
zufällig bei der Züricher Filiale der „Wiener Werkstätte" die
Leiterstelle vakant geworden war, sandte man Peche am l.Juni
1917 auf diesen Posten und macfite ihn dadurch zum Glück»
liebsten der Sterblichen. Denn dort konnte er nun ungestört die ihm
vorschwebenden künstlerisdien Ziele verfolgen und unbehindert
durch die in Österreich schon sehr fühlbar gewordene Knapp»
heit aller Mittel seiner Lust am Experimentieren nachgeben.
Unter diesen LImständen sind die zwei Jahre, die er mit seiner
Familie in Ztiridr verbracht hat, Hochjahre seines Lebens und
seiner Kunst geworden, und fragt man nach Peches gelungenster
Leistung aus dieser Periode, so ist da vor allem auf die zur Gänze
von ihm herrührende, ungemein originelle Ausschmückung des
Ladens der „Wjener Werkstätte" in Zürich hinzuweisen, von wel»
ehern die „Deutsche Kunst und Dekoration", die Peches Werde»
gang bis an sein Lebensende getreulich begleitete, im XLV. Bd.
(Oktober 1919 — März 1920, S. 77 ff.) eine Reihe trefflicher
Detailaufnahmen reproduziert hat. Es ist gewiß eine der ent»
zückendsten Ladeneinrichtungen Europas, die von dem Künstler
in jener besten Zeit seines Lebens geschaffen wurde, da er seiner
unerschöpflichen Form» und Farbenphantasie, seinem unzähmbaren
Schmückungstrieb nach Herzenslust die Zügel schießen lassen
konnte.
Bald nach dem Umstürze wurde Peche wieder nach Wien
zurückberufen und stellte sich dem Wiener Publikum in der
eingangs erwähnten „Kunstschau 1920" in der ganzen Vielseitig»
keit seiner bisherigen außerordentlichen Entwicklung vor, die ihn
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