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T s ist höchste Zeit, daß das staatliche Kunst»
gewerbemuseum die ihm durch sein Statut vor»
^geschriebenen Ausstellungen der modernen heimischen
Edelarbeit wieder aufnimmt. In diesem Wunsche begegnete sich
die Direktion des Museums gleicherweise mit hervorragenden
kunsthandwerklichen Verbänden wie mit jenen Künstlern, die auf
dem Boden der lebendigen Ideen des Werkschaffens stehen.
Schon bei der unter der Führung des Österreichischen Museums
organisierten Beteiligung Österreichs an der vorjährigen Deutschen
Gewerbeschau in München hatte das altbewährte fruchtbare
Zusammenwirken entwerfender und ausführender Kräfte neue
Belebung empfangen und zu allseits anerkannten Gesamtleistung
gen geführt. Große und entscheidende Aufgaben, welche uns
demnächst bevorstehen, mahnen dringend dazu, diese Organisation
des heimischen Schaffens, von der ihre eigenartige Geistigkeit
und Weltstellung abhängt, mit aller Umsicht und Tatkraft zu
vertiefen. Verharren auf Überkommenem, das seinen Sinn ein»
gebüßt hat, auf Pseudomodernem, das außerhalb des Lebens
liegt, jede Lockerung der Verbindung unseres Könnens mit dem
schöpferischen Geiste der Zeit wäre katastrophal für unsere Kultur,
Wirtschaft und Technik. Mit Genugtuung kann festgestellt wer»
den, daß aller Sorgen und Schwierigkeiten ungeachtet überall mit
größter Hingebung der alte Arbeitsgeist aufrecht erhalten wird.
Trotz aller sdrweren Einbußen, die wir an materiellen Hilfs»
mittein und an tüchtigen Menschen durch den Krieg erlitten
haben, verfügt das unverwüstliche Österreich auf allen Gebieten
künstlerischen und handswerkstechnischen Schaffens noch immer.
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