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Full text: Späte griechische ikonen

Die volkstümliche Ikone zeigt auf der einen Seite die Heiligen Elemosynarios und 
Philippos, auf der anderen Seite den Hl. Jakobos Perses. 
Die Repräsentationsfiguren stehen wohl noch in der alten Tradition verbunden, aber 
mit westlich bedingten Auflockerungen einer eher primitiven Malerei. 
ÖM, Big. 257 
43 HODEGETRIA 
Griechisch, spätes 18. Jahrhundert 
Holz, Tempera auf Levkas, teilweise Gold 
33,9:22,8 cm 
Rote Namensligaturen 
Gegenüber der kretischen Hodegetria (Nr. 28) zeigt die kleine Ikone der Wiener 
Metropolis eine weitere Milderung und Vermenschlichung der ursprünglichen Form. 
Noch stärker ist dadurch die Annäherung an den gefühlvollen mütterlichen Typus 
der Eleousa durchgeführt. Für diese Abwandlungsform der strengen Hodegetria 
gibt es als Vorbild die „Peribleptos“ genannte Gottesmutter, das heißt jene mit dem 
geneigten Haupt. In Farbgebung und Ornamenten äußert sich in diesem Bild eine 
gewisse Konzession an das westliche späte 18. Jahrhundert. 
Griechisch-orientalische Metropolis, Wien 
Big. 276 
44 DEESIS MIT HEILIGEN Abbildung 
Griechisch (Kleinasien?), 18. Jahrhundert 
Holz, Tempera auf Leinwand und Levkas ohne Gold 
26:22 cm 
Weiße und schwarze Namensinschriften. 
Inschrift neben der Mittelfigur unten: ,,Zu Phanari gehörig (?) 
Die obere Hälfte der mehrteiligen Ikone ist mit der konventionellen Deesis erfüllt. 
Zum Typus siehe Nr. 11 Die drei Heiligenbilder der unteren Reihe gehen auf ver 
schiedene Vorbilder zurück. Die Deesis entspricht wohl dem normalen Typus, ist 
aber in Einzelheiten sehr volkstümlich gemalt. Der erste Heilige links unten ist 
Georg als Drachentöter in einer Nische in sehr volkstümlicher Weise gezeichnet. 
Es ist jenes Bild des Heiligen, das die stärkste Verbreitung und Verehrung innerhalb 
der einfachen Gläubigkeit hat. Daneben sind die beiden heiligen Bischöfe Seraphimos 
und Charalampos in einfacher Form eines traditionellen Repräsentationsbildes ge 
zeigt. Es ist wahrscheinlich, daß die Ikone einem südöstlichen griechischen Rand 
gebiet entstammt — eventuell Kleinasien. Sie zeigt sogar gewisse Parallelen zu späten 
koptischen Bildern. 
Wiener Privatbesitz 
ÖM, Big. 269 
45 ALLEGORIE AUF DIE BEICHTE Abbildung 
Griechisch, Mitte 18. Jahrhundert 
Kieferholz, Tempera auf Levkas mit Gold 
Die Vertiefung ist durch aufgesetzten Rahmen erzeugt. Verbrennungsstelle. 
24,7:21,7 cm 
49
	        
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