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MAK

Full text : Glas-Christbaumschmuck : made in Austria, Czechoslovakia

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Schwan,  wohl  1.  Viertel  20.  Jahrhundert;  bemaltes  Glas,  Perlen,  leonischer  Draht,  Fäden;  Schwanz  aus  gesponnenem  Glas;  Länge:  95  mm.
Swan,  probably  1  st  quarter  20th  Century;  painted  glass,  beads,  wire,  threads,  tail  of  spun  glass;  length:  95  mm.  -  Privately  owned  (KF)

Privatbesitz  (KF)

grätz  zu  verdanken,  wobei  an  der  Geschicklichkeit  der  ehemaligen ­
  Hohlperlenerzeuger  angeknüpft  wurde.
Mit  geblasenem  Christbaumschmuck  wird  nicht  nur  der  Inlandsmarkt ­
  versorgt,  sondern  auch  das  Ausland.  Merkwürdigerweise ­
  bildet  die  Zerbrechlichkeit  dieser  Waren  bei  fachmännischer ­
  Verpackung  überhaupt  kein  Hindernis,  nicht  einmal ­
  für  den  Transport  dieser  Waren  überdas  Meer.  Die  Waren
werden  in  Seidenpapier  eingewickelt  und  in  abgeteilte  Kartons
zu  6  oder  12  Stück  (immer  von  derselben  Sorte)  verpackt.  Verkauft ­
  werden  sie  dutzendweise.  Manchmal  werden  auch  sogenannte ­
  vereinigte  Muster  in  Schachteln  verlangt.  Das  üblichste ­
  Muster  ist  eine  kleine  oder  große  Kugel,  die  oft  mit  den
sogenannten  „Reflektoren“  ausgestattet  sind.  Es  sind  dies
Teile  der  Oberfläche,  die  in  Form  eines  Kegels  in  den  Mittelpunkt ­
  der  Kugel  eingedrückt  wurden.  Sie  sind  versilbert  und
machen  den  Eindruck  eines  Scheinwerfers.  Es  gibt  Kugeln
verschiedenster  Variationen,  Motive  und  gemalter  Muster.  Beliebt ­
  ist  dieser  Christbaumschmuck  auch  in  Form  von  Zitronen,
Glöckchen,  Tannenzapfen,  Obstfrüchten,  weiter  in  Form  des
Kopfes  des  Weihnachtsmannes,  in  Form  von  Vögeln,  Fliegenpilzen, ­
  Fischen,  kleinen  Häusern,  Kannen,  Uhren,  Körbchen

usw.  Für  den  Wipfel  des  Weihnachtsbaumes  ist  schließlich  die
sogenannte  Spitze  bestimmt,  die  besonders  schön  verziert  ist
und  bei  größerem  Ausmaß  gewöhnlich  aus  einigen  übereinandergelagerten ­
  „Scheinwerferkugeln“  besteht.
Auf  der  Karte  von  1908  sind  die  Zentren  Königinhof,  Miletin,
Horitz,  Königgrätz  gut  zu  sehen  (Abb.  37,  S.  20).
Die  Herstellung  der  Glaskörper  konnte  auf  mehrere  Arten  erfolgen: ­
  frei  geblasen  (z.  B.  Kugeln)  oder  formgeblasen  (als
Einzelstücke  oder  in  Klautschen).  Am  Beispiel  der  Herzform  ist
dies  besonders  gut  zu  demonstrieren:  Einzeln  hergestellte
Formen  (S.  22,  23,  Abb.  45,  48)  sind  ebenso  erhalten  wie
ganze  Klautschen  (Abb.  51,  S.  22)  vor  der  Trennung  der  einzelnen ­
  Motive.  In  zweiteiligen  Formen  entstanden  auch  die
Pfaue  (Abb.  59,  60,  S.  24),  wie  an  den  Formnähten  leicht  zu
erkennen  ist.  Glocken  mit  glatten  oder  gerillten  sowie  verschieden ­
  reliefierten  Wandungen  gehörten  zu  den  beliebtesten ­
  formgeblasenen  Christbaumschmuck-Motiven  (S.  25).
In  die  Nähe  des  Gablonzer  Glasperlen-Christbaumschmucks
führen  die  großen  Hohlkörper,  von  kleinen  Perlen  und  Stiften
umgeben  (S.  26,  27),  und  die  geometrischen  Reliefs  der  Wandungen ­
  sind  ebenso  formgeblasen  wie  die  Zapfen  und  Eicheln

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