• *
• >
oft*
«
r\i
«y
10
10
Kette von Glasperlen, versilbert, bemalt, wohl 2. Viertel 20. Jahrhundert; Breite (wie abgebildet): 210 mm. - Privatbesitz (SN)
Chain of glass beads, silvered, painted, probably 2nd quarter 20th Century; width (as illustrated). 210 mm. - Privately owned (SN)
(S. 26-29). Einen besonderen Effekt brachten die mit phosphoriszierenden
Massen gefüllten Körper (S. 30, 31). Halbfabrikate
mit reliefierten Wandungen (S. 33, Abb. 108, 109) und Musikinstrumente
(S. 32) zeigen manchmal die noch überlangen Glasröhren
vor ihrer Kürzung und dem Anbringen der Aufhängung.
Die von Bayer angesprochenen „vereinigten Muster“ sind im
VIKTORIN-Katalog häufig unter einer Bestellnummer angeboten
(z. B. S. 34). Später zusammengestellt und damit nicht authentisch
ist der Inhalt einer Schachtel (Abb. 114, S. 35), und
von den 12 Kugeln der Schachtel (Abb. 115, S. 35) sind acht unbezeichnet,
und nur eine mit MADE IN AUSTRIA versehen. In
der Glasperlen-Christbaumschmuck-Tradition entstanden auch
die Figuren (S. 37), die verschieden große und kleine Kugeln,
Hohlformen, Rocaillen und Stifte und auch andere Materialien
als Glas verwenden. Moderne, jüngst erworbene Glaskörper
(Halbfabrikate) dokumentieren das Weiterleben dieser Tradition
(S. 36).
Glas-Christbaumschmuck wird häufig mit anderen Materialien
kombiniert: mit leonischem Draht, Papier, Pappe, Chenille und
anderen textilen Stoffen. Eine besonders interessante Gruppe
stellen die Kugeln (Abb. 1, S. 2; Abb. 2, S. 6) und Tiere (S. 10
und 11) dar, die mit einem feinen Gespinst von dünnem Draht
versehen sind und damit einen interessanten Kontrast zwischen
glatter Glasoberfläche und dünnen Metallspiralen zeigen.
Mit Perlreihen und gesponnenem Glas bilden sie einen
Schwan. Durch die Fragilität dieser Objekte haben sich nur wenige
unbeschädigt erhalten; schon eine geringe Unachtsamkeit
kann zum Verwirren der empfindlichen Drähte und kleinen Perlen
führen (Abb. 8, 9, S. 13).
Die Zuordnung dieses mit Draht kombinierten Glas-Christbaumschmucks
ist schwierig; er scheint vorwiegend im ersten
Drittel des 20. Jahrhunderts entstanden zu sein, wiewohl es natürlich
bereits im 19. Jahrhundert und auch im späteren
20. Jahrhundert solche Formen gab. Die Erzeugung von leonischem
Draht war nicht auf ein Land oder eine Region beschränkt,
sodaß auch diese Spezialität keine nähere Bestimmung
erlaubt. Die Käppchen, soferne überhaupt noch vorhanden
(manchmal wurde die Metallaufhängung durch den Draht
ersetzt und daher nicht mehr benötigt), tragen auf den von mir
unbersuchten Stücken keine Bezeichnung. Manchmal verweist
die Art der Käppchen gleichwohl auf eine bestimmte Herkunft
(Abb. 6, S. 12: ähnlich den MADE IN AUSTRIA bezeichneten).
14