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167 Katalog VIKTORIN A SPOL., Hradec Krälove (Königgrätz), nach 1935, unpaginiert (Tafel 2b), 21.1 x 26.9 cm. - Archiv W. Neuwirth, Wien
167 Catalogue VIKTORIN A SPOL., Hradec Krälove (Königgrätz), after 1935, unpaginated (plate 2b), 21.1 x 26.9 cm. - W. Neuwirth Archives, Vienna
über jeder Tafel liegt ein Blatt Transparentpapier mit den entsprechenden
Nummern der Kollektion. Sie können am
ehesten als Bestellhilfen angesehen werden, da neben den
Nummern für einzelne Modelle auch Nummern für den Inhalt
ganzer Schachteln (sogenannte „vereinigte Muster“) angegeben
werden. Die vierzehn Tafeln habe ich der Einfachheit halber
nachträglich durchnumeriert: Taf. 1a, b bis Taf. 14a, b
(a = Transparentpapier mit Nummern, b = Tafel mit Motiven).
Der Christbaumschmuck ist dort bis auf wenige Ausnahmen
nach Motivgruppen zusammengestellt (Zapfen, Christbaum-Spitzen,
Glocken und Weihnachtsmänner, Vögel, Kugeln, Reflektoren
und andere Gehänge sowie Christbaumschmuck
verschiedenster Art, meist mit reliefierten Oberflächen. Auf
dem ersten Blatt finden wir Nüsse und Fische, eine Eule und
ein Auto, also die unterschiedlichsten Motive.
Die Firma Viktorin a spol. ist in zeitgenössischen Adreßbüchern
vertreten. Bemerkenswert ist die Tatsache, daß diese
Firma nicht in der Rubrik Glas aufscheint, sondern unter „Chemische
Industrie“. Vielleicht waren die zur Bemalung erforderlichen
Materialien für diese Einordnung maßgeblich, wie ja
auch anzunehmen ist, daß die Firma als Verleger bzw. Exporteur
tätig war und die Glas-Christbaumschmuckstücke (wohl
in Fleimarbeit) nach vorgegebenen Mustern dekorieren ließ.
Die Firmengeschichte war für mich bisher nur anhand der Eintragungen
im Industrie- und Handelscompaß sowie verwandter
Publikationen nachvollziehbar. Demnach wurde die
Firma im Jahre 1904 gegründet (s. Abb. 162, S. 46). Erst ab
dem Jahre 1937 ist im Programm auch Christbaumschmuck
angeführt (interessanterweise nur im deutschen, nicht im
tschechischen Text).
Auf der Landkarte des Österreichischen Zentralkatasters von
1908, also nur wenige Jahre später, ist Königgrätz und sein
geographisches Umfeld zu sehen (Abb. 161, S. 46), darunter
auch Königinhof. Einen größeren Bereich zeigt die Karte auf
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