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Full text: Bericht über Zusammensetzung, Entwicklung, Bestand und Verwaltung des Steiermärk. Landesarchives zu Graz - vorgelegt bei Abgabe von Proben der Fachkataloge desselben zur Wiener Welt-Ausstellung von 1873

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Er besteht weitaus meistens aus neueren Schriftstücken vom 16. 
Jahrhundert ab und wird wol, bei Fortschreiten der Actenordnung 
gutenteils in dieser aufzugehen haben. Sein ältestes Stück ist die vom 
Erzherzog Johann geschenkte Reichersberger Chronik vom 12.—13. 
Jahrhundert. Auch in dieser Gruppe wird, wie bei den Urkunden, gestrebt 
sie durch aussen liegendes, im Originale nicht erreichbares Materiale ab 
schriftweise zu ergänzen. So ist in ihr eine Copie des Seckauer Verbrüde 
rungsbuches von c. 1200 (Hofbibliothek zu Wien), eine solche des 2. bisher 
unbekannten liationarium Stirie vom Ende des 13. Jahrhunderts (Reichs 
archiv zu München), eine andere von Briefen Bischof Sixtus’ von Freising, 
steiermärkische Güter des Bisthums betreffend, 1467—94 (Domcapitels- 
Bibliothek zu München) u. s. w. 
Die Aufstellung geht nicht nach Materien, sondern ist eine rein 
numerische, wie die Handschriften zur Beschreibung eben an die Hand 
kamen. Ebenso ist auch der Lauf ihres Inventarkataloges. Die innere 
Verbindung und die Materiennachweise liefert das 7000—8000 Zettel 
starke Register, geordnet nach dem Alphabete und geglidert nach Autoren, 
örtlichen, persönlichen und sachlichen Betreffen. 
4. Bilder, Karten und Pläne. 
Die Sammlung von Bildern begreift die Ortsansichten, Porträts, 
Ereigniss- und Costümbilder des Joanneums-Archives. 
Die ersteren bilden die sogenannte historische Ortsbilder 
sammlung, welche darauf berechnet ist, alle von ältester Zeit des 
Druckes bis in unsere Tage veröffentlichten und auf Steiermark bezüg 
lichen Ansichten von Gegenden und Orten oder ihrer Teile in sich auf- 
zunemen. 
Ihr Zweck ist, durch passende Aneinanderreihung der bildlichen 
Darstellungen die Entwicklung oder den Verfall der einzelnen Oertlich- 
keiten und ihrer Bauten übersichtlich zu veraugenscheinlichen. 
Bei grösseren zeitlichen Zwischenräumen in der Reihenfolge einzel 
ner Orte wird gesucht, durch Copirung von Oelbildern, welche in diese 
zeitliche Lücke passen, den Uebergang herzustellen. Bei anderen Gele 
genheiten wird durch Handzeiclmungen nachgeholfen. 
Die Anlage dieser Gruppe datirt seit 1861; vor diesem Jahre waren 
nur ganz wenige, zufällig erworbene und ungeordnete Stücke vorhanden 
Jetzt beträgt sie 5337 Stücke, wie Tabelle XXL ausweist. Die jährlichen 
Erwerbungen hierin, wie in den andern Fächern der ganzen Gruppe con- 
statirt Tabelle XXH.
	        
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