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Full text : Bericht über Zusammensetzung, Entwicklung, Bestand und Verwaltung des Steiermärk. Landesarchives zu Graz - vorgelegt bei Abgabe von Proben der Fachkataloge desselben zur Wiener Welt-Ausstellung von 1873

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Abschriften.,  endlich  der  Verbindungen,  welche  eingeschlagen  wurden,  um
das  Archiv  zu  vervollständigen.
Zieht  man  die  Summe  der  in  Tabelle  III.  nachgewiesenen  Erwerbungen ­
  von  der  in  Tabelle  I.  genannten  des  Gesammtstandes  ab,  so  erhält
man  als  Resultat  jene  der  Erwerbungen  von  1812  1860,  nämlich  etwa
30—35.000  Stück  Documente 1 )-Die
  Aufstellung  der  Urkunden  geschieht,  ohne  Scheidung  der  Abschriften ­
  und  Originale,  wie  schon  bemerkt,  in  Einer  chronologisch  laufenden ­
  Reihe  in  Kistchen,  davon  je  5  einen  Kasten  füllen.  Jedes  Kistchen
enthält  200  Hauptnummern,  die  Subnummern  (a,  b,  c  u.  s.  w.),  welche  zu
diesen  reihen,  uneinbezogen,  so  dass  jeder  Kasten  1000  Hauptnummern
fasst.  Durch  diese  Eintheilung  wird  die  gewöhnliche  complicirte  nach
Kasten,  Lade  (od.  Fascikel)  und  Nummer  beseitiget  und  das  Ausheben
ausserordentlich  erleichtert.  Da  die  Kistchen,  wie  die  Kästen,  sämmtlich
verschliessbar  und  leicht  zu  heben,  ist  auch  die  Transportfähigkeit  und
die  Sicherheit  bei  Uebersidlungen  in  grossem  Masse  erhöht.  Ein  solcher
Kasten  mit  den  betreffenden  Kistchen  ist  in  siebenfach ­
  verkleinertem  M  assstabe  dieser  Ausstellung
beigegeben.
Da  es  nötig  ist,  den  Inhalt  jedes  Kistchens  ziffermässig  zu  kennen,
ferner  zu  wissen,  welche  Nummern  für  etwaige  Nachträge  frei  und  unbesetzt, ­
  sind  sogenannte  „Ki  st  ch  eni  n  ve  n  t  a  re“  eingeführt,  welche
über  alle  besetzten  oder  noch  verfügbaren  Nummern  Evidenz  bieten.
Die  Bearbeitung  der  Urkunden  geschieht  nach  ihrer  Herrichtung  für
die  Aufstellung  (Stempelung,  Numerirung  und  Einhüllung)  zuerst  in
Regesten.  Diese  geben  im  Ganzen  den  Nachweis  des  Besitzstandes  des
Archives  an  Urkunden,  im  Einzelnen  den  kurzen  Inhalt  jedes  einzelnen
Stückes  mit  dessen  Datum,  Beschreibung  seines  Aeussern  und  seiner  Beigaben ­
  (Sigel),  seiner  Fundstätte  (wenn  das  Original  anderwärts)  und
seiner  Druckorte.  Sie  sind  gleichfalls  nach  dem  Zeitlaufe  geordnet.  Für
die  Art  und  Weise  dieser  Behandlung  zeugt  der  hier
vorgelegte  1.  Band  der  Regesten  des  Joanneums-Archives,
  welcher  die  Urkunden  von  811—1299  behandelt.  Es
ist  darin  immer  nur  die  linke  Seite  beschrieben,  die  rechte  aber  für  eventuelle ­
  Nachträge  freigelassen.
Da  hier  wie  in  der  Aufstellung  die  Chronologie  die  Norm  bildet,
laufen  auch  die  Nummern  in  Beiden  gleich.  Nur  die  Subnummern  und  die
*)  Einige  Tausende  von  Kauf-  und  anderen  Urkunden,  welche  namentlich  mit
den  Archiven  von  Neuberg  und  Seckau  (1861  u.  1871)  übernommen  wurden,  kommen
noch  den  Jahren  1861  —  72  zugute,  weil  sie,  erst  später  aus  den  Acten  ausgeschieden,
nicht  mehr  in  die  Jahresprotokolle  eingetragen  worden  sind.
            
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