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Volltext: Über ornamentale Kunst auf der Wiener Weltausstellung

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nung Bon Drnamentformen, rreldje ben nationalen Stil fenn* 
geifnen. 
3e abgeffloffener gegen feie übrige SBelt ein 23olf ftdE) hält, 
befto reiner wirb ftcE) auf beffen nationaler Stil erhalten. @8 
füfyrt nift ober wenig frembe fProbufte ein, weife anbere 
Stiftungen aufbringen tonnten, unb eS l)at feine SSeranlaffung, 
für fremben ©effmacf gu arbeiten. 3n biefem lefctern Umftanbe 
ift auf ber äpauptgrunb für bie @rff einung enthalten, ba§ bie 
Bon ber mobernen ©ultur tnefyr ober nnnber abfeitS gelegenen 
Stationen ober Stämme in ber Stege! mit fren ©rgeugniffen 
Bor bem äff etiff»gebilbeten Sluge mehr ©nabe finben, als bie 
l)üfftcioilifirten ©ie Stilgefege, wir wieberfyolen ba8, finb 
feine wiHfürlif erfnnbenen, fonbern finb in ber natürlifen 
©mpfinbung begrünbet. So lange ber Slrbeiter für ben wirf= 
lifen ©ebrauf unb gwar für ben eigenen ©ebrauf arbeitet, 
fyat er feine Steranlaffung biefem natürlifen ©efütyle Swang 
angufun. Unb gleifbebeutenb in biefer 33egief>ung mit bem 
eigenen ©ebrauf ift bie Lieferung für Slbnefymer, weife bie 
nämlifen SSebürfniffe fyaben. ©er Slrbeiter maft feine Safen 
fo ffön er famt. 2ßie bie 5©efntf, fo erbt fif ber Stil Bon 
©eneration gu ©eneration fort, unb innerhalb ber ©rennen 
beffelben Ijätt fif auf baS l)etBorragenbe Stalent unb bie un= 
gewtfnlif e gertigfeit. @8 ift feine Urfaf e ba, auf Steuerungen 
unb Ueberraffungen gu finnen, an bem ^etgebraften gu 
fünftein unb gu mobein. Sßenn ber Slrbeiter §lei§ unb ßrit 
aufwenbet um etwas gang befonber8 ©foneg fyerguftellen, etwas, 
wag eben befjwegen für feinen eigenen ©ebrauf gu foftfpielig 
fein würbe, fo brauft er bof nur fein eigenes 3beal Bor 
Slugen gu Ijaben. @r maft etwas, bag er felbft gern berufen 
würbe, wenn er reif genug bagu wäre, unb brauft fif nift 
norguftellen, bafj ber Steife, ber eg etwa erwerben wirb, einen 
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