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Rechte, fo bürfen wir weiter hoffen, bah namentlich ein Bweig
ber SKetaHarbeit, bie Äunftfchlofferei, wieber baf)in fommen
werbe, ben fltachbrucf auf jtunft, anftatt au@fd)Iie§Ii(i) auf
@d)tofferei gu legen. @3 ift bod) ein wahrhaft befchämenber
Vergleich, wenn wir in unferen fUtufeen bie ÜJtenge ber £unft=
reichft gearbeiteten ©djlüffel, @chlohfd)ilber, ©riffe, SSefd^Iage
betrauten, welche nidjt bloff aub bem 16. unb 17. fonbern auch noch
aub bem 18. 3nh r h- flammen, unb baneben halten, wab unb con
ber ©egenwart für ben ©ebrauch geliefert wirb. Sie fötenge
folcber unb erhaltenen cSunftwerfe, wie wir fie füglidt) nennen
bürfen, beweift fdfc>on, baff bab feinebwegb befonbere Äunftftüde,
fParabeftücfe gewefen finb. SBie heutgutage felbft elegante, foft=
bare SJiöbel in biefer 23egiehung aubgeftattet werben, braucht
nicht gefchilbert gu werben; bie ätunftiifchler, welche SRobiliar
in altem @til cerfertigen, wiffeu in ber Siegel gar nicht, woher
fie bie bagu paffenben @ifen = unb fUteffingtheile nehmen feilen,
eb fei benn con wirtlich alten ©egenftänben. Sie fabrifmähige
|)erftellung, ber ©ifengufj hoben allmählich bab fPublifum unb
bie betreffenben fpanbwerfer felbft gang con ber SBorftellung ent=
wohnt, bah auch an begleichen bie Äunft ein Slnrecht l) a ^ e -
Selbft wenn ber fDtetaHguh cermochte bie fpanbarbeit mit ,£am=
mer unb geile gang entbehrlich gu machen, wab befanntlich nid)t
ber gall ift, fo mürbe er hoch bem ©chonheitbgefühl nicht genügen
tßnnen. Sab ift feinebwegb eine ©rille ber Sllterthümler unb
Stefthetifer. Dbet wäre eb cielleicht eine ©inbilbung, bah unb
eine Betchnung con bet eigenen fpanb eineb SJteifterb fo ciel
mehr intereffirt, alb etwa eine Sithographie nach berfelben? Sab
gewählte SSeifpiel ift freilich fein gang abäquateb, aber eb weift
hoch auf ben fPunft hin, weichet ben Ülubfchlag gibt. SSie in
ber Betchnung beb Sötalerb, fo erfennen wir auch in ber Arbeit
beb ätunftfchlofferb bie £>anb felbft, welche frei fdjafft, eine £)anb=
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