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MAK

Full text : Kunst und Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873

I.  WOHNUNGSAUSSTATTUNG.

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Weife.  Damals  war  es,  dafs  die  reichen,  prachtvollen,  überaus  bevölkerten  arabifchen
  Städte,  wenn  nicht  entbanden,  doch  erblühten,  Damascus,  Cairo,  Palermo,
Cordova,  Granada  und  viele  andere;  damals  erhoben  fich  zahllofe  Paläfle,  grofsartige
  Villen,  mit  Gold  gefchmückt  und  mit  glänzenden  buntfarbigen  Fliefen  bedeckt, ­
  inmitten  von  Palmen-  und  Orangenhainen  oder  hinter  dunkelfchattigen
Kaftanien,  in  Gärten  von  eigenthümlicher  Anlage  und  Schönheit,  und  wo  nackter
Fels  oder  dürre  hläche  war  und  es  heute  wieder  ift,  da  fprangen  Brunnen

Indianer-Zelt  im  Park  der  Weltausftellung.
empor,  da  raufchten  Gewäffer  in  Cascaden  herab  oder  Hoffen  in  Canälen,  gleich
fanften  Bächen.
Das  war  damals.  Seitdem  ift  es  fehr  viel  anders  geworden.  Schon  die
Herrfchaft  der  afrikanifchen  Mauren  in  Spanien  war  diefer  Cultur  nicht  günftig
wenn  auch  unter  ihnen  noch  das  Reich  Granada  erblühte  und  eine  Alhambra
erftand.  Die  Mauren  fcheinen  dazu  beigetragen  zu  haben  -  und  die  fimpeln
rothen  Mauern  der  Alhambra  find  Zeugnifs  dafür  —  in  der  orientalifchen  Kunft
den  Innencharakter,  die  Entfagung  in  Bezug  auf  das  Aeufsere  auszubilden.
Drüben  auf  der  anderen  Seite,  in  der  Levante,  im  eigentlichen  Orient,  da  erftarb
und  erftarrte  die  Kunft,  als  die  Osmanen  in  der  Herrfchaft  die  Araber  ablöften.
Die  Türken  find  eine  indolente,  unfruchtbare  Nation  auf  dem  Gebiete  der  Kunft  und
            
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