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MAK

Full text : Kunst und Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873

II.  DIE  LÄNDER  UND  IHRE  KUNSTARBEITEN.

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war,  hielt  fich  auf  dem  allergewöhnlichften  Standpunkt  der  veralteten  franzödfchen
  Mode.
Nicht  beffer  fah  es  mit  den  deutfchen  Glasarbeiten  aus.  Nur  die  Fabrik
von  Graf  Schaffgotsche  zu  Königshütte  zeigte  mit  einigen  zierlicheren  Formen, ­
  meid  nach  englifchen  Mudern,  den  Einflufs  der  jüngden  Bedrebungen  ;  im
Uebrigen  trachtete  de  ziemlich  vergebens,  das  alte  Genre  durch  vollkommnere

Candelaber  im  Stile  Louis  XIII,  von  Suffe  freres^  in  Paris.
Malerei  zu  veredeln.  Der  Weg  id  eben  nicht  der  rechte.  Die  Münchener  Fabrik
von  Steiger  wal  d’s  Neffen  dand  mit  ihrer  Ornamentation  unter  dem  Einflufs
des  dortigen  Kundgefchmacks,  aber  de  verkannte  dabei  die  wefentlichen  Eigenfchaften
  des  Glafes.
An  Specialitäten,  die  manche  rühmliche  Seite  zeigen,  fehlte  es  der  deutchen
  Kundindudrie  nicht.  Wir  nennen  in  diefer  Beziehung  Meyer’s  Andalt
für  kirchliche  Kund  in  München  und  ihre  reiche  Ausdellung  gefchnitzten  Kir-22«


            
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