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DIE FRAUENARBEIT.
Kamin in weifser dafür, von Bernhard Erndt in Wien.
Uentrallcitung des WohlthätigkeitsVereines in Stuttgart hatte
die Arbeiten verfchiedener Induftriefchulen und die des Blindeninftitutes derfelben
Stadt ausgeftellt. Das Lehrprogramm der letztgenannten Anftalt ift bedeutend
befchränkter, nach den Arbeitsproben zu fchliefsen, als das der provinzial-
ftändifchenBlindenanftalt zu Hannover, welche fechzehnfädige Korbflech
tereien, Hand- und Mafchinennäharbeiten, Strickereien, Perl-, Häkel- und Filetar
beiten, Haartreffenproben und fehr nette und hübfehe Flechtarbeiten vorwies.
Aehnlich zeigte fleh das Arb eitsfortiment der k. Blindenanftalt zu Dres
den, welches, fowie die vorgenannten Inftitute, kleine Wunderwerke des Fleifses
und fubtiler Gefchicklichkeit aufzuweifen hatte.
Luftiger und bunter als diefe Arbeiten, die wir nicht ohne den trüben Ge
danken fehen können, dafs fte in ewiger Nacht gefchaffen worden, um das Auge
des Sehenden zu erfreuen, zeigten fleh die Producte der verfchiedenen Arbeits-
fchulen, die bald mit Gefpinnften, Webereien und Näharbeiten in befcheidener
Weife das Refultat der Schulthätigkeit aufwiefen, bald ein vielartiges Gemenge
von Erfcheinungen zur Schau ftellten , das beffer von den Räumen der Schule
ferne bliebe. Vortheilhaft zeichnete fleh hier die Arbeitsfchulezu Schwäb.
Gmünd aus und die zu Reutlingen, von welcher letzteren das vortreffliche Lehr-