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DIE FRAUENARBEIT.
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Bodenfliefen, von Villeroy & Roch in Mettlach.
Programm durch entfprechende Arbeiten erfichtlich gemacht war. Aus den Privatinftituten
war durchfchnittlich ein Conglomerat von Gegenftänden eingefandt,
welches klar zeigte, dafs da kein Syftem unverbrüchlich eingehalten wird; in
vielen derfelben war auf Nutzarbeiten verhältnifsmäfsig wenig Rückficht genommen,
hie und da zeigte fich eine reizende Arbeit von guter Erfindung und tadellofer
Ausführung, daneben präfentirte fich eine Gefellfchaft von Abfcheulichkeiten,
von jenen bunten, geifltödtenden Straminarbeiten, von jenen traditionellen,
dicken Woliblumen, von den Rahmen, Schirmen, Confolen aus Waldfrüchten
und von ähnlichen Dingen, mit welchen die einzelne Frau wohl nach eigenem
Belieben ihre Mufsezeit ausfüllen mag, für die fie nur fich felbft verantwortlich
ift, von Arbeiten, die aber in den Räumen der Schule, über Hunderte von Kindern
verhängt, eine Sünde an dem jungen, aufkeimenden Geilte find, der unter
folcher Befchäftigung ermatten und erlahmen mufs.
Angefichts diefer häfslichen Luxusarbeiten, welche da aus einzelnen Schulen,
deren Zweck es wäre, nebft der manuellen Fertigkeit auch den Gefchmack
der kleinen Mädchen zu bilden, zur Ausheilung gelangten, mufsten wir der einfachen
Arbeiten der weiblichen Ilausinduttrie anderer Länder denken, jener Arbeiten,
welche die Bauersfrau zum Schmucke ihrer Gewebe verwendet, und des
Reichthüms an Schönheit und zweckmäfsiger Zier, der fich für die Schulen erwerben
liefse, wenn fie fich folche Vorbilder zu Nutze machen, und die Kinder
die einfache Technik folcher befcheidenen, köftlichen Luxusarbeit lehren, fie mit
dem unerfchöpflichen Schatze der guten, in Taufenden von Muttern vorliegenden
Zeichnungen vertraut machen würden.
In der Halle, die zum Nordportale des Induttriepalatles führt, war noch eine
andere weibliche Unterrichtsanftalt mit dem reizenden Ergebniffe ihrer Thätigkeit,
die königl. fächfifche Spitzenklöppelfchule ausgeftellt. In Schwarz und