DIE FRAUENARBEIT.
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Goldfchmuck, von Caftellani in Rom.
glänzt ein breiter, metallener Gürtel, in welchem ein paar mächtige Glasftücke
Ilatt der Edelfteine prangen. Drüben in Galizien war die Brautkrone ein aufgethürmtes,
luftiges Flechtwerk aus grünen Blättern und Zweigen, hier ift fie ein
prunkvolles Gebäude aus rother Seide, aus Perlen, Blumen und Pfauenfedern,
die fich ftolz emporbäumen; aus den Perlfchnüren und Korallen, die wir in Galizien
am Hälfe der Frauen gefehen, find hier fchwere Gehänge von Silber- und
Goldmünzen, von metallenen Kreuzen und vielfarbigen Amulets geworden, und
neben den befcheidenen Häubchen und Mützen fehen wir manchen zarten Schleier,
auf welchem feidene Blümchen in bunter Stickerei fchimmern, oder weiche Schärpen
von gleicher Arbeit, ein reizendes Gefchenk, welches die Braut dem künftigen
Gatten am Hochzeitstage reicht.
Einzelne der Arbeiten zeugen von orientalifchem Urfprunge, fo die Seidenftickereien,
in Deffm und Technik, und in dem Metallglanze, der in einzelnen Linien
durch das ganze Gewebe geht, und die Teppiche mit ihrer einfach fchönen
Zeichnung und der glücklichen Farbenwahl. Diefe Teppiche find von der Bauernhütte
nach dem Ilerrenhaufe gewandert, wo jüdifche Weber mit Gehülfen und
Handwerkszeug fich, nach Landesfitte, oft für Wochen niedcrlaffen, um fo ein
dichtes, wollenes Prachtftück unter den Augen der Hausfrau anzufertigen. Im
Dorfe webt fich die Bäuerin felbft die fchwere Decke, mit der fie ihre Stube
fchmückt.
Plinen noch viel reicheren Schatz als das cisleithanifche Oefterreich hatte Ungarn
in den Hausinduflriearbeiten feines Landes aufzuweifen. Im Induftriepalafle
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