Ornament einer gefchnitzten Holzfüllung, von Frullini in Florenz.
Hausinduftrie Ungarns, die
Gewebe, die Gewänder, auf
deren Form und Technik
wir fpäter, in dem Berichte
über die Ausheilung der
Romania wieder zurück
kommen werden.
Ungarn felbft hatte
an Frauenarbeiten Coftüm-
ftücke verfchiedenfter Art,
Strohgeflechte, gewebte
Stoffe, Blumen und ähnliche
Dinge gebracht, darunter
manch prunkendes Gewand,
Mieder und Schürzen mit
Gold und feidenen Blumen
bedeckt, feine Spitzenge
webe, durch die fleh Flitter
arabesken mit glühenden
Kelchen zogen, Spitzen mit
fchwarzer Seide und Gold
durchwirkt, manches feine,
elegante Toiletteftück, auf
dem eine ganze Fluth von
Glanz und Schimmer lag.
Ujid mitten unter all der
prunkenden Schönheit, un
ter dem leuchtenden Ge-
funkel lag allerorts das
Flachsbündel mit feinem
feinen zauflgen Fadenge
wirre, und der Spinnrocken,
und erzählten, dafs fle hier
in dem vielgeftaltigen Ge
pränge daheim feien, und
die Grundlage wären von
all der Schönheit.
Aus Croatien und
S1 a v o n i e n war sehr wenig
von den fchönen weitge
rühmten Arbeiten der I Iau.s-
induftrie eingefandt worden,
von den köftlichen Sticke
reien in Gold, in Wolle und
Seide,in welchen die orienta-