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Full text: Kunst und Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873

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DER AUSSTELLUNGSPLATZ. 
Jurypavillon. 
Werten und Norden) find gänzlich von Häuferreihen umfäumt, und nach'Nord - 
often, gegen den Strom hin, wird bald die neue Donauftadt fich ausbreiten, fo 
dafs nur noch das füdöftliche Segment für den Wald gerettet ift. Dort nun, mit 
der Längenachfe von Weft-Nordweft nach Oft-Südoft, dehnt fich der von den 
Ausftellungsgebäuden bedeckte Platz aus. Urfprünglich foilte wohl die Rotunde 
des Induftriepalaftes den Mittelpunkt bilden, allein die hauptfächlich der Land- 
wirthfchaft gewidmeten, umfangreichen Vorwerke gegen Südoften haben das 
Gleichgewicht geftört. Der Kürze halber hat der Sprachgebrauch die Fiction ge- 
fchaffen, dafs die Längenachfe genau von Wert nach Oft gehe, und wir wollen 
dem ebenfalls folgen. 
Durch den — in diefem Sinne genommen — Eidlichen Haupteingang (f. 
die Abbildung, Seite 4) den Platz betretend, fehen wir uns dem Hauptportal 
der Induftriehalle gegenüber. Rafenbeete und Wafferbecken mit Springbrunnen 
füllen den geräumigen Vorplatz, bedeckte Galerien fiäumen denfelben ein. Auf 
halbem Wege erheben fich, in Lage und Architektur correfpondirend, links der 
Jurypavillon, rechts der Kaiferpavillon (f. die Abbildungen, S. 9 u. 10), welcher 
letztere von den Hauptvertretern der Wiener Kunrtinduftrie mit ihren gediegenften 
Leiftungen ausgeftattet ift. An diefe beiden dominirenden Bauwerke reihen fich 
links die Annexe Schwedens, Spaniens, die Druckerei der Neuen freien Preffe und 
Erfrifchungslokale aus verfchiedenen Zonen, rechts verfchiedene andere Ableger 
der Ausftellung und wieder Reftaurationen und Kaffeehäufer, welche uns, an dem 
ruffifchen Kaiferpavillon und dem Annexe des üfterreichifchen Lloyd vorüber, zu 
den in hervorragender Weife anziehenden orientalifchen Anlagen geleiten, dem
	        
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