II. DIE KATALOGE.
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No. 673 „Chabanel“ (Cabanel), vor No. 752 Ingres mit Vornamen „Auguflin“
(Augufle). Diefe Auslefe wird als Probe genügen; doch mögen noch zwei Namen
anderer Art eine Vorftellung von der Reichhaltigkeit an Fehlergattungen geben:
No. 58 erfcheint ein „Herakles T h eraphonios“, (vermuthlich ftatt Trophonios;
beiläufig kennt die griechifche Mythologie einen Herakles diefes Beinamens
überhaupt.nicht! und No. 212 begegnet uns der „h. Thomas von Aquinus“ (jetzt
Aquino, im Alterthum Aquinum; die Kataloglesart wahrfcheinlich entftanden auf
dem Wege einer genialen Conjectur auf Grund eines verlefenen „Thomas
Mefllngleuchter, von Deniere in Paris.
Aquinas“). — Schliefslich mag hier, da die Claffification diefes Preisftückes auch
jedem Anderen als mir Schwierigkeiten machen dürfte, die ganz buchftäbliche
Reproduction einer Prachtftelle auf S. 126 Platz finden:
1487 Jefus’ (!) Einzug in Jerufalem, nach einer
Wandmalerei von Hipp.
1488 Flandrin in der Kirche St. Germain des pres.
Das ift gewifs unübertrefflich! — Zu dem „Jefus’“ bildet ein nicht übles Pendant
No. 1331: „Clovis’ Taufe“. Diefe macht den fchicklichften Uebergang zu einer
anderen hübfchen Kategorie von Schnitzern.
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