III. FRANKREICH.
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Emailtafel mit dem Portrait der Diana von Poitiers, von Pottier.
verlieht“. Und während 99 Procent unterer jungen „KünfUer“, fünf, fechs Jahre
nach Beginn ihrer Studien vor eine felbfländige monumentale Aufgabe gefleht,
(wenigftens innerlich und in unbelaufchten Augenblicken) ein Gefleht machen
würden, wie ein Junge, der in der erflen Schwimmftunde an der Leine in’s tiefe
Waffer geworfen ilt, plätfehern die franzöfifchen im gleichen Falle — um in dem
Gleichniffe zu bleiben — mit wohliger Empfindung als fichere Schwimmer in dem
vertrauten Elemente umher. Macht Einer in übermüthiger Laune Tollheiten,
nun, fo finkt er unter; es kommt auf feine Geiftesgegenwart und Kraft an, ob
er wieder emporkommt. Aber in der Regel hält die genoffene ftrenge Zucht von
allzu waghalfigen und verderblichen Extravaganzen fern.
Daher die überrafchende Erfcheinung, dafs felbft Leute von einer fo eigen-
thümlichen und bizarren Geillesbefchaffenheit, wie Augufle Glaize, (ich mit
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