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ständiger Wahrung seiner Eigenart die Größe, den Glanz und die Schön 
heit zu geben, die die Weltstadt braucht. 
Wagners Stadtbahnbau war ein vielversprechender Anfang dazu. Sie 
mag heute schwerfällig und veraltet erscheinen, aber die Tatsache ihres 
Entstehens ist bedeutsam als Anfang einer modernen Weltstadt-Archi 
tektur, die das neue Problem, Ingenieurwesen und Architektur in eine 
gemeinsame künstlerische Form zu bringen, mustergültig löste. 
Das Nadelwehr in Nußdorf ist das bedeutendste Beispiel dieser Art. 
Dieses und etwa die Überbrückung der Stadtbahn in Gumpendorf, der 
Hofpavillon in der Station Hietzing bildeten Sensationen. Zum erstenmal 
begann sich die Menge für Architektur zu interessieren, die bis dahin etwas 
Archäologisches, Museales, Unvolkstümliches, Lebensfremdes hatte. Erst 
Otto Wagner hat den Bann gebrochen. Seine Architektur wurde Ausdruck 
des modernen Lebens und hatte dessen suggestive Gewalt. 
Herrengunst und Volksgunst blühte damals dem Baukünstler. Er saß 
in allen Kommissionen, war Mitglied des staatlichen Kunstrates, war der 
geehrteste Genosse des Künstlerhauses, das ihm ja als den mächtigsten 
Architekten der Mitgliedschaft den Stadtbahnbau zugeschanzt hatte, 
kurzum, Wagners große Zeit schien gekommen zu sein, und niemand hätte 
damals Voraussagen können, wie rasch sich das Blatt wenden würde. 
Wie konnte es nur kommen, daß dieser geehrteste und populärste Bau 
künstler Wiens kaum nach der Vollendung des vom Volk und allen Macht 
habern anerkannten und künstlerisch voll gewürdigten Stadtbahnbaues, 
plötzlich zu den bestgehaßten Männern Österreichs wurde ? 
Man sollte denken, daß es schwerwiegende Ursachen gewesen sein 
müßten. 
Leider aber waren es lächerlich geringfügige Ursachen, die Gunst in 
Haß verkehrten, und die uns so recht die ganze Erbärmlichkeit des Pöbels 
nicht so sehr der Straße, als des grünen Tisches vor Augen führen. 
Was war geschehen ? 
Wagner hatte sich im Jahre 1899 der von seinem Jünger Olbrich und 
anderen ins Leben gerufenen Wiener Sezession angeschlossen, er war aus 
dem Künstlerhaus in das Lager der Jungen übergegangen; er hatte durch 
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