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Full text: Albrecht Dürer und die Druckgraphik für Kaiser Maximilian I.

drey sunen zbishen zbayer regenpogn und den dritten regenpogen dar ob gesehen . . . 
wie dan hienach solch gesicht gemalet ist in dem puechly“ 11 ). Trotz der Bemerkung 
„Aber zu diser zeit noch unwissend Ir k. f. g. (churfürstliche Gnaden) gewesst“ 12 ) 
gibt Herzheimer gleich im Anschluß daran einen ausführlichen Bericht über die große 
Trauer, die am sächsischen Hofe ob Maximilians Tode herrschte, wie auch über alle 
von Churfürst Friedrich angeordneten Trauerfeierlichkeiten. Inzwischen weilte, 
ebenfalls ohne Kenntnis von Maximilians Tod, der Churfürst von Mainz am 
sächsischen Hofe, der, nach einem feierlichen Gottesdienst und Abschiedsmahl am 
Donnerstag, den 20. Jänner, nach Eulenburg an der Moldau weiterreiste. Am 
nächsten Tag, in der Nacht vom 22. auf den 23. Jänner, erreichte Wolf von Schonburg 
das Torgauer Schloß mit der Nachricht von Maximilians Tod 13 ). 
Abermals gibt Herzheimer einen eingehenden Bericht von der großen Trauer des 
Churfürsten wie auch, daß er selbst zu Friedrich 14 ) gerufen wurde und während 
einer langen Schlittenfahrt dem Churfürsten genauen Bericht über Maximilians 
Wesen und Leben geben mußte 15 ). Tags darauf reisten sie nach Eulenburg, um dem 
Mainzer Erzbischof die Botschaft zu bringen. 
All diese Daten sind für das Verständnis der „Neuen Zeitung vom Tode Kaiser 
Maximilians“ von größter Wichtigkeit. Ergibt sich daraus doch einmal, daß Herz 
heimer nicht aus eigenem Miterleben das Ende des Kaisers beschreibt, sondern hier 
die mit zweifellos größter Gründlichkeit eingeholten Berichte unmittelbar Beteiligter 
wiedergibt, zum anderen wird einsehbar, warum gerade die in den Städten Weimar, 
Torgau, Mainz, Berlin und Altenburg beobachteten Himmelszeichen von dem 
Bayern Herzheimer aufgezeichnet werden. 
Ein Vergleich der „Neuen Zeitung“ mit den bei Lhotsky-Srbik 16 ) bearbeiteten 
Berichten von Maximilians Sterben zeigt, daß Herzheimer eine über die meisten 
anderen Quellen seiner Zeit hinausgehende, umfangreiche Zusammenfassung der 
letzten Monate des Kaisers gibt, was der Handschrift eine besondere Importanz 
verleihen mag. 
Zunächst enthalten die ältesten Quellen nur spärliche Anhaltspunkte über den 
Reiseweg von Augsburg nach Wels 17 ). 
Am 23. September 1518 verließ Maximilian Augsburg, nahm unter anderem einen 
Jagdaufenthalt in Ehrenberg und erreichte, nach Herzheimer — da Allerheiligen 
in diesem Jahr auf einen Montag fiel —, am Donnerstag, den 28. Oktober Innsbruck. 
Jener Termin wird auch durch das Kopialbuch 18 ), das die letzte Eintragung aus 
Fragenstein vom 28. Oktober enthält und die nächste aus Innsbruck vom 31. Oktober, 
bestätigt. Weiter Herzheimers Bericht verfolgend, verließ der Kaiser am 2. November 
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