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Full text: Albrecht Dürer und die Druckgraphik für Kaiser Maximilian I.

6. Aufl, München 1943, S. 289 — Panofsky II, S. 43, Nr. 358 — P. Strieder, Zur 
Entstehungsgeschichte von Dürers Ehrenpforte für Kaiser Maximilian, in: Anz. d. 
German. Nat.-Mus. 1954—1959, S. 128ff. — Kat. Maximilian-Ausst., Wien 1959, 
Nrn. 350—377 — Kat. Meister um Albrecht Dürer, Nürnberg 1961, Nr. 341 — 
Hollstein VII, S. 201, Nr. 251 — F. Winzinger, Albrecht Altdorfer, Graphik, 
München 1963, S. 22—27, Nrn. 66—75 — K. Haupt, Die Renaissance-Hieroglyphik, 
in: Kaiser Maximilians Ehrenpforte, in: Philobiblon 11, 1967, S. 253 bis 267 —■ 
Kat. Maximilian I., Ausst. Innsbruck 1963, Nr. 521 — Kat. Albrecht Dürer, 
Ausst. Nürnberg 1971, Nr. 261 
35 DER TRAUMLIEBESKAMPF DES POLIPHILO 
Franceso Colonna, Hypnerotomachia Poliphili . . . Venedig, Aldus Manutius, 1499, 
in—2° 
Mit zahlreichen Holzschnitten 
Inv.-Nr.: B. I.: 4120 (PII13) 
Der Titel des Werkes ist aus den griechischen Worten für Traum, Liebe und Kampf 
zusammengesetzt. Erzählt wird der Traum einer Wanderung des liebenden Poliphilo 
auf der Suche nach Polia. Das Thema des Werkes wird unter zahllosen allegorischen 
Verschlüsselungen verborgen. Die auch in zahlreichen Holzschnitten gezeigten und 
beschriebenen Bauwerke, an denen der Wanderer vorbeikommt, geben das Bild 
einer idealen, von der antiken Überlieferung bestimmten Kultur. Mit diesen Kunst 
werken werden Hieroglyphen nachahmende Inschriften in Verbindung gebracht. 
Die Sprache des Werkes ist eine griechisch-lateinisch-italienische Mischsprache, 
getragen von einer für die Zeit typischen Antikenkenntnis. 
Das Buch übte gemeinsam mit W. Pirckheimers Übersetzung der Hieroglyphia des 
Horus Apollon auf Dürer große Wirkung aus. Das ornamentale Programm der 
Ehrenpforte für Kaiser Maximilian (vgl. Kat.-Nr. 34) ist von diesen beiden Werken 
bestimmt. 
Lit.: Hain 5501 — G. Leidinger, Albrecht Dürer und die Hypnerotomachia Poliphili, 
in: Sitzungsber. d. Bayr. Akad. d. Wiss., Phil.-hist. Klasse 1929, H. 3, S. 3—35 — 
Rupprich 1, S. 221, Nr. 4 — Kat. Albrecht Dürer, Nürnberg 1971, Nr. 282 (dort 
auch weitere Literatur) 
36 DER TRIUMPHZUG KAISER MAXIMILIANS Abb. 12 und 13 
Holzschnittausführung, 135 Blätter, Blattgröße 41,3 : 56,5 cm 
3. Ausgabe, hg. von A. Bartsch, Wien: Schmidt 1796 
Unvollständiges Exemplar (31 Tafeln fehlen) auf Papier mit dem Wasserzeichen 
I D M. Die Blätter haben gedruckte Nummern, die zum Teil mit roter Tinte korrigiert 
sind. Schriftbänder und Tafeln teilweise weiß. 
Schestag, S. 114 
Inv.-Nr.: B. I.: 3619 (H111 29) 
Die Planung der Folge, die einen epischen Bilderzug von 82 m Länge darstellen 
sollte, steht in engem Zusammenhang mit der Ehrenpforte. Das Programm entwarf 
Kaiser Maximilian I. selbst unter der Redaktion seines Geheimschreibers Marx 
Treitzsaurwein. Für die historischen Einzelheiten war Johannes Stabius verantwort 
lich. Vorbild zu dem Gesamtprojekt war wohl der klassische Triumphzug Mantegnas, 
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