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Full text: Albrecht Dürer und die Druckgraphik für Kaiser Maximilian I.

63 DIE BELAGERUNG VON BETHULIEN 
Hans Leonhard Schäufelein 
Holzschnitt von vier Stöcken, 37,6 : 115,6 cm 
Monogramm: HS ligiert mit Schaufel 
Ritter, S. 121 
Inv.-Nr.: K. L: 2295 (173/15 und 16) 
Die Holzschnitte gehören zum Spätwerk Schäufeleins und stellen den historischen 
Stoff in zeitgenössischer Form dar. Auch in dieser späten Arbeit steht der für Schäufe 
lein charakteristische dekorative Zusammenhang neben der imponierenden Macht 
der Schilderung. 
Lit.: Dodgson II, S. 55, App. 3 
HANS SPRINGINKLEE 
Geboren wahrscheinlich in Nürnberg zwischen 1490 und 1495, gestorben um 1540 
wohl außerhalb Nürnbergs. Er war Schüler und sicher einer der engsten Mitarbeiter 
Dürers, in dessen Haus er wohnte. Er war Maler, hauptsächlich aber Zeichner 
für den Holzschnitt, wobei die meisten dieser Arbeiten unter Dürers Anleitung 
entstanden. 
Literatur: 
Bartsch: VII, S. 322ff. 
Dodgson: Catalogue I, S. 369ff. 
Katalog der Ausstellung Meister um Albrecht Dürer, Nürnberg 1961. 
64 DER HL. SEBALDUS 
Hans Springinklee 
Holzschnitt, 30 : 21 cm 
Datiert 1518 
Ritter, S. 55 
Inv.-Nr. :K. I.: 2637 (43/13) 
Dodgson schreibt das Blatt Hans Springinklee zu. Tatsächlich weist die Komposition 
zahlreiche Verbindungen zu dem 1514 erschienenen Titelholzschnitt der „History des 
lebens ... sant Sebalds“ auf, der nun um die stark an Dürer angelehnte Renaissance- 
Nischenarchitektur erweitert wurde. Die elegantere, feinere Beherrschung der Linie 
wie die ausgewogene Komposition entspricht der späteren Entstehungszeit. 
Lit.: Bartsch, App. 21 — Dodgson I, S. 358, Nr. 24 
WOLF TRAUT 
Maler, Zeichner für Holzschnitte und Glasgemälde. Geboren um 1485 als Sohn des in 
Nürnberg tätigen Malers Hans Traut. Nach einem stilkritisch zugeschriebenen Holz 
schnitt bereits 1505 in Dürers Werkstatt tätig. Anschließend wahrscheinlich Mitar 
beiter Hans von Kulmbachs. 1512—1515 unter Dürers Leitung an den Holzschnitten 
für die Ehrenpforte Kaiser Maximilians I. beteiligt. Gestorben 1520 in Nürnberg. 
Literatur: 
Dodgson: Cat. I, S. 500ff. 
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