SIEBEN FEDERZEICHNUNGEN ZUM NIBELUNGENLIED
Peter Cornelius
Gestochen von Johann Heinrich Lips, H. Ritter, C. Barth und S. Amsler,
1812—1817
1 Titelblatt ohne Widmung an „Niebuhr“
Kupferstich, 54,5 : 68,5 cm (Bildgröße)
Bez. auf Säulenbasis links auf Täfelchen PC 1817
2 Der Königinnen Grüßen, oder Brunhildes Ankunft in Worms
Kupferstich, Plattengröße 52,5 : 68,5 cm. Bez. unter der Einfassungslinie:
Cornelius del.
H. Lips sculp.
3 Hägens Heuchelei, oder Hagen und Kriemhild Abb. 2
Heinr. Wilh. Ritter
Kupferstich beschnitten, Einf.: 38,5 : 32,5 cm
Ohne Bezeichnung
4 Siegfrieds Abschied
Heinr. Wilh. Ritter
Kupferstich beschnitten, Bildgröße: 42,9 : 45,6 cm
Ohne Bezeichnung
5 Siegfried läßt einen gefangenen Bären unter das Jagdgefolge los
Heinr. Wilh. Ritter
Kupferstich beschnitten, ohne Platte, Einf.: 40,2 : 60 cm
Ohne Bezeichnung
6 Siegfrieds Ermordung
Cornelius del., H. Lips sculps.
Kupferstich, Bildgröße 57 : 62,1 cm
7 Kriemhild erblickt Siegfrieds Leiche
Heinr. Wilh. Ritter
Kupferstich, ohne Plattenrand, Einf.: 50,3 : 38,8 cm
Ohne Bezeichnung
Akademie der bildenden Künste, Inv. Nr. 22 313 in 3/71, 22 314—22 317 in 2/45
und 22 318 in 3/71
Lit.: Kat. Babenberger 1976, Nr. 1266
Cornelius verbindet nazarenische Tradition mit der romantischen Vorstellung
vom deutschen Mittelalter und verwendet als Vorlage für seine Figuren Holz
schnitte und Zeichnungen aus dem Kreis der Dürer-Nachfolge.
Damit schafft er ein der Forschung Schlegels entsprechendes Menschenbild, das
durch „Riesenkraft der Leiber und Größe und Reinheit der Gesinnung“ über
zeugen soll. Schwellende Muskel und berstende Leiber sowie theatralische Stel
lungen und Komposition schaffen ein verfälschendes Bild des Mittelalters.
11