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Full text: Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ; Weltausstellung 1873 in Wien ; Zweite Reihe: Ingenieur-Wesen, wissenschaftliche und musikalische Instrumente, Unterricht

Musikalische Instrumente 
as Musikleben in Oesterreich war 
stets ein reichbewegtes, in manchen 
Perioden der Musik-Geschichte ein 
'epochemachendes. Kein Wunder, 
dass auch der notwendigste Behelf 
der Musikübung, die Instrument- 
Fabrication, Gegenstand einer sehr 
schwunghaften und immer bedeuten 
der sich entwickelnden Thätigkeit wurde. Nachstehende nach den 
Hauptgattungen der Musik - Instrumente geordnete Daten mögen 
in gedrängter Form die Bolle Oesterreichs in der Geschichte des 
Instrumenten-Baues bis zum Jahre 1867 recapituliren. 
Unter den grossen Meistern der Geigen-Fabrication im 17. Jahr 
hundert, und deren Beihe gewissermassen abschliessend, glänzt der 
Name des Tirolers Jacob Stainer aus Absam (1650 — 1683). Nach 
Tirol hatte sich zuerst die Kunst des Geigenbaues aus der Lom- 
bardie verpflanzt. Zwei Italiener Paolo und Mathias Albani hatten 
sich schon im 17. Jahrhundert in Botzen etablirt (ein dritter Michael 
Albani m Graz). Von einem jener beiden Albani hat sehr wahr 
scheinlich Jacob Stainer den Geigenbau erlernt, wenn er auch seine 
Kunst später in Cremona vervollkommnete. Stainer’s Geigen wurden 
lange den besten Cretnonesem gleichgeschätzt. Durch J. Stainer’s 
Schüler, Egyd Klotz und dessen Söhne Michael und Karl, wurde die 
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