Musikalische Instrumente
as Musikleben in Oesterreich war
stets ein reichbewegtes, in manchen
Perioden der Musik-Geschichte ein
'epochemachendes. Kein Wunder,
dass auch der notwendigste Behelf
der Musikübung, die Instrument-
Fabrication, Gegenstand einer sehr
schwunghaften und immer bedeuten
der sich entwickelnden Thätigkeit wurde. Nachstehende nach den
Hauptgattungen der Musik - Instrumente geordnete Daten mögen
in gedrängter Form die Bolle Oesterreichs in der Geschichte des
Instrumenten-Baues bis zum Jahre 1867 recapituliren.
Unter den grossen Meistern der Geigen-Fabrication im 17. Jahr
hundert, und deren Beihe gewissermassen abschliessend, glänzt der
Name des Tirolers Jacob Stainer aus Absam (1650 — 1683). Nach
Tirol hatte sich zuerst die Kunst des Geigenbaues aus der Lom-
bardie verpflanzt. Zwei Italiener Paolo und Mathias Albani hatten
sich schon im 17. Jahrhundert in Botzen etablirt (ein dritter Michael
Albani m Graz). Von einem jener beiden Albani hat sehr wahr
scheinlich Jacob Stainer den Geigenbau erlernt, wenn er auch seine
Kunst später in Cremona vervollkommnete. Stainer’s Geigen wurden
lange den besten Cretnonesem gleichgeschätzt. Durch J. Stainer’s
Schüler, Egyd Klotz und dessen Söhne Michael und Karl, wurde die
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