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Full text : Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ; Weltausstellung 1873 in Wien ; Zweite Reihe: Ingenieur-Wesen, wissenschaftliche und musikalische Instrumente, Unterricht

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beziehungen  zur  industriellen  Thätigkeit  in  erster  Linie  anspornten,
konnte  die  unvollkommene  Maschine  von  Newcomen  nicht  lange
befriedigen,  und  so  sehen  wir  denn  schon  im  Jahre  1763  den  genialen
Watt  mit  einer  Dampfmaschine  in  die  Oeffentlichkeit  treten,  welche
allen  Anforderungen,  die  in  jener  Zeit  an  eine  solche  Maschine
gestellt  werden  konnten,  vollkommen  entsprach.  Nicht  viel  über
hundert  Jahre  sind  seitdem  verflossen,  die  Dampfmaschine  hat  eine
welthistorische  Bedeutung  erlangt,  und  es  ist  nicht  zu  viel  gesagt,
dass  Watt’s  geniale  Leistung  den  riesigen  industriellen  Aufschwung
Englands  begründete.  Jetzt  steht  dasselbe  in  der  Erzeugung  von
Dampfmaschinen,  was  die  Grösse  der  Production  anbelangt,  unerreicht ­
  da,  und  nur  Amerika  könnte  hier  die  Siegespalme  streitig
machen.
Um  gerecht  zu  sein,  wollen  wir  indess  nicht  die  Versuche
unerwähnt  lassen,  welche  gleich  nach  dem  Bekanntwerden  der
Savery’schen  Maschine  gemacht  wurden,  um  diesen  neuen  Motor
auch  in  Oesterreich  einzubürgern.  So  wurde  im  Jahre  1725  von
Fischer  von  Erlach  eine  sogenannte  Feuermaschine  im  Schwarzenberggarten ­
  aufgestellt,  welche  den  Zweck  hatte,  das  Wasser  in  das
obere  Bassin  zu  treiben,  um  daselbst  wieder  den  tieferliegenden
Wasserkünsten  als  Speisung  zu  dienen.  Die  Vorstellungen  über  das
Wesen  des  Dampfes  waren  aber  zu  jener  Zeit  noch  ziemlich  unklar,
denn  es  wird  in  der  betreffenden  Beschreibung  ausdrücklich  erwähnt,
dass  zu  einer  solchen  Feuermaschine  gehören:  „erstlich  das  Feuer
als  primus  motor,  zum  andern  die  Luft,  welche  durch  die  Hitze  des
Feuers  ausgebreitet,  und  zum  dritten  das  Wasser,  mittelst  welchem
der  Kaum,  aus  welchem  das  Feuer  die  Luft  hinausgetrieben  hat,  mit
neuer  Luft  continuirlich  wieder  angefüllt  wird,  viertens  Metall  zu  den
Gefässen,  in  welchen  die  Luft  und  das  W  asser  eingeschlossen  werden
können“.
Auch  in  Schemnitz  wurden  neben  der  Höfl’schen  Wassersäulen-Maschine
  zwei  Feuermaschinen  zur  Bewältigung  des  Grubenwassers
aufgestellt.  Während  sonach  die  erste  Erfindung  der  Dampf-Motoren
sehr  bald  in  Oesterreich  benützt  wurde,  können  wir  leider  nicht  dasselbe ­
  bezüglich  der  Verbesserungen  und  neuen  Anwendungen  sagen,
            
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