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Full text: Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ; Weltausstellung 1873 in Wien ; Zweite Reihe: Ingenieur-Wesen, wissenschaftliche und musikalische Instrumente, Unterricht

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detaillirtesten und auf die verschiedensten Belastungs-Arten aus 
gedehnten Berechnungen sichergestellt werden. Es wäre ungerecht, 
an diesem Orte nicht auch des Fortschrittes zu gedenken, welchen 
die Werkstätten-Arbeit im Verlaufe weniger Jahrzehnte durch Ein 
führung wesentlicher Verbesserungen in der Montirungs-Weise 
gemacht hat. 
Zu den Systemen selbst übergehend, finden wir beinahe aus 
schliesslich das der schmiedeiserneu Balken-Brücken vertreten. Blech-, 
Gitter- und Fachwerk-Träger kommen auf allen Bahnen für Strom- 
und Thal-Uebersetzungen mit mehr oder weniger Variationen in der 
Anordnung, Gruppirung und Querschnitts-Form der Haupt-Elemente 
zur Anwendung. Das Ziel des Ingenieurs ist die harmonische Ver 
bindung ästhetischer, ökonomischer und constructiver Motive. Die 
diesem Ziele entspringenden Probleme sind daher im Wesentlichen: 
Wahl der richtigen Grösse und Zahl der Oeffnungen, Ausnützung des 
Materials bis auf die durch die Sicherheitsgrenze (bei Voraussetzung 
der ungünstigsten Belastungsfälle) gestattete Inanspruchnahme des 
Eisens auf absolute und rückwirkende Festigkeit, Bestimmung der 
günstigsten Querschnitts-Form für die einzelnen Bestandtheile des 
Systems, Vereinfachung desselben durch Vermeidung allen Ballastes 
der Construction, d. h. aller Elemente, welche nicht zur Widerstands- 
Fähigkeit und Stabilität der Tragwände absolut notwendig sind, 
endlich Rücksichtnahme auf die durch die Temperatur-Schwankungen 
alterirten Längen-Verhältnisse der Träger bei grossen Brücken. 
Ob und inwieweit die Lösung dieser Probleme den Constructeuren 
der Heuzeit geglückt ist, diess zu entscheiden kann umsoweniger Auf 
gabe unseres räumlich beschränkten Berichtes sein, als die Beurthei- 
lung hierüber nur von dem doppelten Gesichtspuncte der Oekonomie 
in der Herstellung und der Solidität in der Construction aus geschehen 
kann. So wenig positive Daten im Allgemeinen über die erstere in 
die Oeffentlichkeit dringen, ebenso schwer hält es, ein sicheres 
Kriterium für die letztere aufzustellen, da die zulässige Inanspruch 
nahme des Materials bis vor Kurzem behördlich nicht festgestellt, 
somit von dem Belieben des Constructeurs, d. h. von dessen mehr 
oder minder vorsichtigen ürtheile abhängig gemacht war, da ferner
	        
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