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tung des genannten Feldes der Bau-Technik geübt hat. Es ist diess der
österreichische Ingenieur- und Architekten-Verein, welcher nicht nur
die zur Ausführung gelangten Systeme einer gründlichen Kritik
unterzieht, sondern auch durch zwei hervorragende Arbeiten das
grosse Interesse für das in der Neuzeit beinahe ausschliesslich zu
Brückenbauten verwendete Eisen-Material bekundet hat. Die erste,
vom Jahre 1866 datirend, bestimmt auf Grund der sowohl durch
Theorie als auch Erfahrung gesammelten Ergebnisse die Maximal-Grenze,
bis zu welcher das Eisen (in seinen Varietäten, als: Schmiede-Eisen
und Stahl) bei Brücken in Anspruch genommen werden darf*).
Die zweite hat den (dem hohen Handels-Ministerium 1869
unterbreiteten) Entwurf einer Verordnung zum Gegenstände, betreffend
die zu beobachtende notwendige Sicherheit in den Querschnitts-Bestimmungen
eiserner Brücken für Strassen und Eisenbahnen, gütig
für die im Beichsrathe vertretenen Königreiche und Länder **).
Letztere Arbeit macht sich die Beantwortung der zahlreichen, bei
Aufstellung von Grundzügen für eine rationelle Behandlung des
Materiales bei Eisen-Constructionen, erscheinenden Fragen zur Aufgabe
und sichert durch die Aufstellung von Normen für die Entwürfe,
sowie durch die Controüe der Ausführung mittelst Belastungsproben,
die Erfüüung der sowohl von dem rationeüen Constructeur als auch
von dem reisenden Publicum an das Bau-Object gestellten Anforderungen.
Beide Arbeiten sind von unschätzbarem Werte und berufen,
System und Wissenschaft immer mehr zum Gemeingute desBrücken-Baues
in Oesterreich werden zu lassen.
Friedrich Bömches.
*) Siehe Bericht der •vom österreichischen Ingenieur- und Architekten-Verein
aufgestellten Commission zur Bestimmung der Inanspruchnahme
des Eisens in Brücken. (Zeitschrift des Vereins. Jahr 1866.)
**) Siehe den Bericht des mit der Ausarbeitung des Entwurfes von
dem Vereine betrauten Comite’s in der Vereins-Zeitschrift. Jahr 1869.