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haben, so dürfte die Zahl der für See-Arbeiten an der venetianischen
Küste verwendeten Millionen eine bedeutende werden.
Nicht ein Gleiches können wir von der österreiehisch-illirischdalmatinischen
Küste sagen, wo die Staatsverwaltung den Bedürfnissen
der Schifffahrt bedeutend geringere Rechnung getragen hat,
so dass es schwer hält, Seebauten namhaft zu machen, welche in
Beziehung auf Bedeutung und Anlage denen des Auslandes ebenbürtig
an die Seite gestellt werden können. Wir führen das hierüber
Bemerkenswerte unter nachstehenden drei Capiteln an:
1. Hafenbau. Die hierauf bezüglichen Wasser-Bauten wurden in
dem verflossenen und in der ersten Hälfte des laufenden Jahrhunderts
durch die k. k. küstenländische Bau-Direction und in neuerer Zeit
unter der Aegide der im Jahre 1853 creirten k. k. Seebehörde ausgeführt.
Mit der Schaffung der letzteren beginnt erst eine systematische,
den reellen Bedürfnissen des Seeverkehres entsprechende
Thätigkeit, welche sich in der Erweiterung von alten, so wie in der
Anlage von neuen Hafenplätzen kennzeichnet. Der kurze Zeitraum
von kaum zwei Jahrzehnten, so wie das für Seebauten leider karg
bemessene Jahres-Budget setzten dieser Thätigkeit selbstverständlich
sehr enge Grenzen. Trotzdem kann derselben eine wohlverdiente
Anerkennung nicht versagt werden, wenn man die zahlreichen Hafen-Plätze
der ausgedehnten Seeküste Oesterreichs in Betracht zieht und
die in den wichtigeren Puncten derselben erfolgten Leistungen berücksichtigt.
Von der grossen Zahl der letzteren nennen wir als besonders
bemerkenswert: Ragusa, Lissa, Spalato, Sebenico, Zara, Zengg,
Lussin piccolo, Rovigno, Pola, Fiume und Triest. Von den drei
letzten , als den unstreitig wichtigsten, geben wir in Folgendem eine
gedrängte Darstellung der sich entwickelnden Hafenbauten.
Triest. Die Veränderungen, welche die schon von der Natur
gebildete Hauptform der heutigen Rhede im Laufe eines Jahrhunderts
erfahren hat, sind nicht wesentliche.
Der von der Kaiserin Maria Theresia hergestellte Molo (Molo
Teresiano), welcher den von ihm eingeschlossenen Raum in einen
Hafen (Sacchetta) verwandeln und zugleich zu dessen militärischer
Vertheidigung dienen sollte, war der erste Bau von Bedeutung.