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ist, einen besonderen Calorifer besitzt und stärker als dieEricsson’sche
Maschine expandirt. Hier dürfte es am Platze sein, der "Verdienste
dieses ausgezeichneten Mannes, der in so glücklicher Weise gediegenes
theoretisches Wissen mit richtigem praktischen Blick vereinigte,
nochmals zu gedenken. Er war es, welcher zuerst die Grundsätze für
den Bau von Motoren in ein geordnetes System brachte und durch die
Aufstellung allgemeiner Normen für die Construction der Maschinen-
Elemente diesen Zweig des Maschinen-Baues von dem Chaos rein
empirischer Begeln befreite. Daher strömten auch zu ihm, um von
dem Meister zu lernen, aus allen Ländern die Jünger des Maschinen-
Baues.
An ihm so wie an Karmasch zeigte sich wieder recht klar
die Missgunst der Verhältnisse, mit welchen damals diejenigen
Oesterreicher im eigenen Vaterlande zu kämpfen hatten, welche
ihrer Zeit vorauseilend, mit klarem Blicke die Bedingungen der
industriellen Entwicklung Oesterreichs erkannten. Bei der beispiel
losen Indolenz unserer damaligen Regierung für industriellen und
gewerblichen Fortschritt war es für Männer von solcher Begabung
wohl selbstverständlich, dass sie das Feld ihrer Wirksamkeit in
ihrem weiteren Vaterlande suchten und fanden.
Lenken wir unseren Blick auf das Gebiet der Arbeits-Maschinen,
deren Construction in vielen Fällen einen ausserordentlichen Auf
wand von Scharfsinn und praktischen Erfahrungen erfordert, und
gedenken wir hiebei zunächst jener Mäimer, welche sich nicht blos
für specielle Industrie-Zweige, sondern im Allgemeinen mit der ratio
nellen Construction von Arbeits-Maschinen beschäftigten, so müssen
wir zunächst Altmütter’s*) gedenken, welcher sich die Förderung der
gewerblichen Entwicklung in Wort und Schrift zur Lebensaufgabe
*) Georg Altmütter, geboren zu Wien 6. October 1787, gestor
ben den 16. September 1821, begann in Wien seine Studien und setzte sie in
Prag fort. Nach Vollendung derselben war er drei Jahre Assistent der Physik
am k. k. Theresianum in Wien, 1816 dasselbe an dem eben daselbst errich
teten polytechnischen Institut und ein Jahr darauf Professor an dieser
Anstalt. Ausser seinen zahlreichen, meistens technologischen Original-Auf
sätzen in Prechtl’s „technologischer Encyelopädie“, in den „politechnischen
Mittheilungen“ vonVolz und Karsten, in der „Maschinen-Encyclopädie“ von
Hülsse u. a. verfasste er die Beschreibung „der Werkzeug - Sammlung des
k. k. politechnischen Instituts“ (Wien 1825, 3. Auflage 1846).