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und Molo-Mauern, ist nur ein Theil der Anforderungen, welche die
Schifffahrt an einen gut eingerichteten Hafen stellt. Sie verlangt für
ihre Fahrzeuge noch ferner Einrichtungen zum Löschen und Laden
der Waaren, ausreichende Verankerungsmittel, Vorrichtungen zur
Ausführung der notwendigen Beparaturen und schliesslich die con-
stante Erhaltung der notwendigen Wassertiefe. Die Gesammtheit
dieser Apparate und Baulichkeiten fassen wir unter dem Titel:
Hafen-Ausrüstung zusammen.
Die in den deutschen, französischen und englischen Häfen so
häufige Anwendung von fixen und beweglichen, längs der Quai-Mauer
aufgestellten Krahnen, mangeln in den österreichischen Häfen
nahezu gänzlich. Triest besitzt einen schwimmenden (25 Tonnen
Tragfähigkeit) *) und einen einzigen fixen Erahn (6 Tonnen Trag
fähigkeit). Die sämmtlichen übrigen Hafenplätze Dalmatiens und des
Küstenlandes besitzen gar keinen Erahn. Der Mangel an Krahnen
ist um so empfindlicher, als gerade Küstenfahrer und Segelschiffe
sich derselben in hervorragender Weise bedienen und die Zahl dieser
Gattung Fahrzeuge in Oesterreich noch die bei Weitem über
wiegendste ist. Dampfschiffe haben ohne Ausnahme ihre Krahne an
Bord und besorgen selbst das Aus- und Einladen der Waaren.
Welche Dienste gerade in Triest eine ausreichende Zahl ent
sprechend und gut vertheilter Krahne im Interesse einer ökono
mischen und raschen Waaren-Manipulation leisten würde, liegt bei
den beschränkten Lager- und Anlande-Flächen auf der Hand.
Die in unseren Häfen zur Anwendung kommenden Vertauungs-
mittel sind Anbindpfähle und Bojen.
Die ersten kommen nur in der Khede von Triest (Fari genannt)
vor und bestehen aus einer Gruppe in den Meeresgrund getriebener
Eichenpfähle, welche ungefähr 2 Meter über die Ebbe hervorragen
und an ihren Köpfen mittelst hölzerner oder eiserner Bahmen so ver
bunden sind, dass sie ein Ganzes von der Form einer abgestutzten
*) Dieser Erahn wurde von dem mechanischen Bureau der k. k. See-
Behörde nach dem Entwürfe des damaligen Ober-Inspectors von Mauser im
Jahre 1859 erbaut und leistet treffliche Dienste für das Aus- und Einladen
schwerer (allerdings seltener vorkommender) Gegenstände als : Panzer-
Platten, Locomotiven, Dampf-Kessel, Waggons etc.