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Full text: Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ; Weltausstellung 1873 in Wien ; Zweite Reihe: Ingenieur-Wesen, wissenschaftliche und musikalische Instrumente, Unterricht

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Depots etc., die Oliven-Insel mit 13 Gebäuden, Ateliers und anderen 
Objecten, darunter 2 Docks, nämlich das vor 15 Jahren in Venedig 
erbaute Balance-Dock und das vor einem Jahr beendigte Trocken- 
Dock, die bedeutenden Artillerie-Etablissements in Vallelunga, end 
lich Moli, Ufer- und Umfassungs-Mauern im Arsenale und auf der 
Oliven-Jnsel von grosser Ausdehnung, eine Wasserleitung etc. etc. 
Diese einen beiläufigen Wert von 11 Millionen Gulden repräsen- 
tirenden Baulichkeiten genügen jedoch den Anforderungen der k. k. 
Marine noch nicht und eine theilweise Vergrösserung der Werk 
stätten, so wie die Anlage eines zweiten Trocken-Docks sind auf das 
Bau-Programm dieses Jahres gesetzt worden. 
Die zwei Trocken-Docks in Triest gehören das eine dem öster 
reichisch-ungarischen Lloyd und das zweite dem stabilimento tecnico 
(ehedem StrudthofFsche Maschinen-Fabrik). Die in den Jahren 1858 
und 1868 vollendeten Docks zeichnen sich durch sorgfältige Aus 
führung aus und sind in solchen Dimensionen gehalten, um die grössten 
Schiffe der Neuzeit bergen zu können. 
Die Mittel, welche in unseren Häfen zur Erhaltung der von 
der Schifffahrt geforderten Wassertiefe angewendet werden, sind 
ausschliesslich Bagger, da die Fluth-Verhältnisse des adriatischen 
Meeres die wirksame Anwendung des Spül-Systemes nicht gestatten 
würden. 
Die zur Verwendung kommenden Bagger-Maschinen werden 
je nach der Natur des auszuhebenden Materiales durch Masehinen- 
Kraft oder durch Dampf in Bewegung gesetzt. Die ersteren haben 
als Bagger-Werkzeuge löffelartige, an den Flanken des Schiffes 
placirte Schaufehl, welche mittelst Winden bewegt werden, die 
letzteren eine paternosterartig, bald an der Seite, bald in der Mitte 
des Schiffes angebrachte Reihe von Kübeln, welche durch eine 
Balancir-Dampfmaschine von 16 Pferdekräften (nominell) in Bewe 
gung gesetzt werden. Die gleiche Maschine bedient auch die zur 
Deplacirung des Schiffes, sowohl der Länge, als der Quere nach, 
dienenden Deckwinden. Diese doppelte von derselben Maschine 
hervorgebrachte Bewegung steht in genauem Verhältnisse zu der für 
jede dieser Verrichtungen erforderlichen Geschwindigkeit.
	        
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