Volksschul -Wesen *).
in Ende der ersten
Hälfte des 18. Jahrhunderts
beginnt in
Oesterreich eine rege,
auf Verbesserung des
Volksschul - Wesens
gerichtete Thätigkeit.
wurden schon gegen Mitte der
vierziger Jahre in mehreren Provinzen
Waisenhäuser, Convicte u. s. w.
errichtet, Tirol erhielt im Jahre 1747 eine auf Besserung der dortigen
Schul-Verhältnisse hinzielende Schulordnung, und wurde in der
Hauptstadt des Landes bereits im Jahre 1767 die Berliner, im Jahre
1768 aber die Sagan’sche Lehrart durch den hochverdienten Priester
Phil. Jac. Tangl eingeführt, in Ober-Oesterreich und Salzburg war
Erzbischof Sigmund v. Schrattenbach (1753 bis 1771) rastlos für
*) Ueber österreichisches Schulwesen liegen gerade auch aus neuerer
Zeit mehrere wirklich mustergiltige Arbeiten vor, und halte ich es umsomehr
für meine Pflicht, auf einige derselben aufmerksam zu machen, als sie
dem vorliegenden Aufsatze zu Grunde Hegen ; es sind diess:.
Helfert: „Die österreichische Volksschule. Geschichte, System,
Statistik“, Prag 1860; Dr. Ficker: „Oesterreich“ im 5. Bande der Encyklopädie
des gesammten Erziehungs- und Unterrichtswesens von Dr. K. A.
Schmid, Gotha 1866; Beer und Hochegger : „Die Fortschritte des Unterrichtswesens
in den Cultur-Staaten Europa’s“, Wien 1867. 1. Band u. s. w.