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Full text: Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ; Weltausstellung 1873 in Wien ; Zweite Reihe: Ingenieur-Wesen, wissenschaftliche und musikalische Instrumente, Unterricht

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mehrerer neuer Bealschulen die Lehrplan-Beform mehrfach und ein 
gehend ventilirt. Tabor und Chrudim entschieden sich für die Errich 
tung von Beal-Gymnasien und wurden schon im nächsten Jahre 
derartige Anstalten auch in Wien, Baden und St. Pölten errichtet. 
Yon hoher Bedeutung für die damaligen Beform-Bewegungen 
waren insbesonders die Verhandlungen des Vereins „Mittelschule“ 
über den Lehrplan der Beal-Gymnasien, sowie die Abhandlungen von 
J. Weiser im 12. und 13. Jahres-Berichte derk. k. Ober-Bealschule in 
der Vorstadt Landstrasse (Wien 1863 und 1864). Das Gutachten des 
Unterrichtsrathes vom 19. April 1864 erkannte die Berechtigung der 
neuen Entwieklungs-Bichtung an und geschieht dasselbe auch durch 
die neuen die Bealschulen betreffenden Landes-Gesetze *). 
J. M. Hinterwaldner. 
Gewerbeschulen. 
Die in Oesterreich bestehenden Schulen gewerblichen Charakters 
lassen sich in zwei Kategorien theilen, nämlich in allgemeine 
Handwerker - Fortbildungsschulen mit Sonntags- und Abendunter 
richt, und in specielle gewerbliche Fachschulen mit vorwalteud 
ganztägigem Unterricht. 
I Allgemeine Handwerker-Fortbildungsschulen. Diese 
Schulen, welche man in neuerer Zeit in Oesterreich mit dem Namen 
Gewerbeschulen bezeichnet, haben denZweck, Lehrlingen, welche 
den Tag über bereits beim Handwerke beschäftigt sind, solche allge 
meine Kenntnisse und Fertigkeiten (ohne Eingehen auf ein specielles 
Gewerbe) beizubringen, wodurch sie in den Stand gesetzt werden, 
ihr Geschäft intelligent zu betreiben. Es wird also hier nicht, wie 
*) "V ergleiche die Jahresberichte des k. k. Ministeriums für Cultus 
und Unterricht, Wien, Hof- und Staatsdruckerei, 1871 u. s. f.
	        
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