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Full text: Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ; Weltausstellung 1873 in Wien ; Zweite Reihe: Ingenieur-Wesen, wissenschaftliche und musikalische Instrumente, Unterricht

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Kohlenbau — Alles seit jenem Zeitpuncte geschaffen —, unsere 
Schifffahrts-Gesellschaften und Stadtverkehrsmittel, vor Allem aber 
die Thatsache, dass kein Zweig der einschlägigen Technik 
besteht, der nicht durch Oesterreicher wesentlich verbes 
sert, ja theilweise geschaffen wurde. 
Der Bau von Gebirgsbahnen mit Objecten von bisher unge- 
kannter Schwierigkeit des Entwurfes und der Ausführung, die Auf 
stellung neuer Brücken- und Oberbau-Systeme, stärkerer, leistungs 
fähigerer und doch ökonomisch verbrauchender Locomotiven für 
Steigungen von 1—3% und für Curven mit 135 m Radius, unter 
Ermöglichung einer nicht allzuweit von der üblichen abweichenden 
Geschwindigkeit; die Einführung mineralischer Schmierstoffe für 
Achsen und andere Theile an Fahrzeugen, worin wir selbst Amerika 
zuvorkamen, endlich die Schöpfung zahlloser Detail-Verbesserungen 
aller Zweige des Eisenbahnwesens, die epochemachende Umstaltung 
der Rad- in Schrauben-Dampfer, die Anregung der Kettenschifffahrt, 
Re Entwicklung des Strassenfuhrwerkes und des Baues von Luxus- 
Wagen, mögen darthun, dass das Transport-Wesen in Oesterreich 
energische Förderer gefunden, dass diese einen bemerkenswerten 
Antheil an dem heutigen Standpuncte des Verkehrswesens der Welt 
haben. 
Folgende Darstellung soll diess begründen, macht aber keinen 
Anspruch darauf, ein erschöpfendes Bild Alles dessen zu sein, was bei 
uns ersonnen und ausgeführt wurde. 
Schon 1824 erhielten Krauterer, 1832 Josef Ressel das Patent 
auf einen eigenthümlich construirten Dampfwagen, Anreiter v. Zieren- 
feld 1837 auf Construction von Bahnen mit Steigungen von 10 %, 
Mittelschiene und Zahnrad-Eingriff, Graf Berchthold und J. Hoffmann 
1840 auf eine Eisenbahn mit Betrieb durch comprimirte Luft. 
B. Ohligs 1843 auf eine Gebirgs-Locomotive mit vielen Cylindern 
und Mitbenützung der Last des Tenders. 
Epochemachend w r ar die Ausführung der Semmeringbahn 
und der Locomotive, System Engerth (1852). Durch Erstere 
war der Mechanik ein Problem gestellt worden, dessen Lösung seiner 
Folgen wegen höher geschätzt werden muss, als die Vollführung des
	        
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