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durch dessen Bestreben mit jeder Volksschule eine Industrie-
Schule in Verbindung zu bringen, wodurch der feste Grund zur
bedeutenden Entfaltung der böhmischen Industrie gelegt ward. Später
kamen die Spinn-Schulen mehr in Verfall, bis die Einführung des
mechanischen Webestuhles dieselben wieder belebte (1830), um 1840
wieder einzugehen. Die in Prag 1767 errichtete Spitzen-Klöppel-
Schule wurde nach ihrem Eingehen mehreremale neu errichtet und
zwar: 1812, 1813 und 1818.
Im .Jahre 1820 bestanden noch 15 solcher Schulen. Erst in den
letzten drei Decennien begann man in Oesterreich auch für andere
Gewerbszweige Fachschulen in’s Leben zu rufen. So wurde am
25. Juli 1848 am Wiener Polytechnikum die bereits erwähnte
k. k. Gewerbs-Zeichenschule gegründet. Sie hatte den Zweck prak
tischen Arbeitern, Lehrlingen und Gesellen die Gelegenheit zu bieten,
sich insbesonders in den zeichnenden Fächern auszubilden. Sie bestand
aus vier Fach-Abtheilungen, nämlich: a) für allgemein vorbereiten
des Zeichnen für das Klein-Gewerbe, b) für Bau - Gewerbe und
Metall-Arbeiter, c) für Manufactur-Zeichner, d) für Mechaniker. An
letzterer Abtheilung wurden auch populäre Vorträge über Maschinen-
Kunde gehalten. Diese Schule besuchten zwei Kategorien von
Schülern, solche, die täglich an Wochentagen und solche, die nur an
Sonntagen kamen. Bei der Beorganisation des Polytechnikums 1865,
wurde die Gewerbs-Zeichenschule auf Kosten des n. ö. Studienfondes
selbständig constituirt.
Unter den Webeschulen ist vor Allem die vom nieder-öster
reichischen Gewerbeverein in Wien 1847 errichtete Webeschule
(Manufactur- und ZeichneD-Schule) zu nennen, welche 1858 an die
Gumpendorfer Gewerbeschule übertragen wurde. Im Jahre 1852
wurde in Beichenberg (Böhmen) vom dortigen Gewerbevereine eine
Webeschule errichtet, welche 1864 in eine höhere Webereischule
umgewandelt wurde.
Die höheren Webereischulen, eine Schöpfung der Neuzeit,
bilden ihre Schüler nicht nur zum praktischen Betriebe des Webe-
Stuhles, sondern vorzugsweise in dem theoretischen Theile der
Weberei und im Entwerfen und der Ausführung von Stoffmustern