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sungen in den Kriegs-Wissenschaften und in der Forst-Wissenschaft.
Ueberblicken wir die in der Gfesammtheit dieser Vorträge behandelten
Lehr-Gegenstände, so sehen wir in deren Kreis, wenn wir vom
damaligen Standpuncte der Wissenschaft aus urtheilen, all’ dasjenige
aufgenommen, was überhaupt zum Unterrichte an einem polytechnischen
Institute geeignet war. Wenn daher Stapf am Schlüsse seiner
Schritt sagt: „dieses sind die sämmtlichen Lehrzweige, über welche
ich in der auf meine Vorstellung vom höchsten Ort errichteten Lehr-Anstalt
öffentlichen Unterricht ertheile -1 und also seine Lehrkanzel
eine ganze Lehranstalt nennt, so entspricht diess zwar nach den
Lehrfächern der W ahrheit, enthält aber zugleich indirect das Geständniss,
dass eine solche Aufgabe die Kraft eines einzelnen Mannes und
wäre er noch so bedeutend, übersteigt. Hier bedarf es einer ganzen
Schule. Und so überreichten auch wirklich die Stände Tirols dem Kaiser
Ferdinand im Juni 1842 ein Gesuch, worin sie die Bitte des Central-Ausschusses
der tirolisch-vorarlbergischen Landwirtschafts - Gesellschaft
um eine technische Schule zu Innsbruck aufs Wärmste unterstützten.
Aber nach langen Verhandlungen entschied die allerh. Entschliessung
vom 2. September 1844 dahin, dass mit der Errichtung
einer technischen Lehranstalt zu Innsbruck so lange zuzuwarten
sei, bis die eingeleiteten Berathungen über den künftigen Organismus
des technischen Unterrichtes überhaupt beendet seien. Hiebei verblieb
es trotz eines neuerlichen Ansuchens der Stände *). Seitdem
dürften die Wünsche Tirols durch die Errichtung einer Realschule in
Innsbruck und die Vervollständigung der dortigen Universität befriedigt
sein und dem Bedürfnisse der westlichen Länder Oesterreichs
nach einer eigenen technischen Hochschule könnte vielleicht dadurch
entprochen werden, dass der Bitte der Stände Ober-Oesterreichs
um die Errichtung einer solchen in Linz Gehör geschenkt würde.
Drei hervorragende Männer von umfassendem Geiste, Gerstner,
Prechtl und Stapf, waren es also, welche sämmtliche technischen
Wissenschaften ihrer Zeit in seltener Universalität beherrschten und
*) Die technische Bildung im Kaiserthum Oesterreich. Ein Beitrag
zur Geschichte der Industrie und des Handels von Dr. H. J. Bidermann.
"Wien, 1854. S. 1*4 und 95.