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Full text: Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ; Weltausstellung 1873 in Wien ; Zweite Reihe: Ingenieur-Wesen, wissenschaftliche und musikalische Instrumente, Unterricht

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über horizontale und verticale Lage der Länder, über Klima und 
Production, die das besser gepflegte topographische Element als Kern 
in sich schlossen; sowie es denn auch für die Entwicklung der 
geographischen Literatur in Oesterreich characteristisch ist, dass in 
jedem Zeitraum, den wir zu bezeichnen Anlass nehmen werden, 
die Topographie den Schwerpunct der Bestrebungen bildet, an den 
sich nach Maass des Fortschrittes der erdkundlichen Disciplin all- 
mälig ein um das andere Element, erst äusserlich, dann immer 
mehr den Stoff durch dringend, anschloss. 
In der Zeit, die wir zum Ausgangspuncte unserer Betrachtungen 
machen, waren die Natur-Wissenschaften in den österreichischen 
Erblanden ein der Verödung anheimgefallenes Gebiet mit nahezu zer 
bröckelnden Besten aus alter, schönerer Zeit, wo ein Crusius (in Wien) 
zur Erforschung der österreichischen Flora seine beste Kraft ein 
setzte, wo ein Kepler und Tycho-Brahe (in Prag) die Budolfinischen 
Tafeln entwarf, die Grundlage aller astronomischen Berechnungen 
ein Jahrhundert lang — wie Lalande ihnen nachrühmt. Auch der 
Anlauf auf engerem geographischen Felde, den zu Ende des 17. Jahr 
hunderts der Topograph Georg Matthäus Vischer genommen, blieb 
ohne anregende Folge. Die Not der Zeit, das immer wiederkehrende 
Kriegsgetöse und vornehmlich die leitenden Maximen in den höchsten 
Kreisen verwehrten jede grüne Saat auf diesem Felde. Und wenn es 
für das letztere eines Beweises bedürfte, er läge gewiss in der über 
raschend rührigen Emsigkeit, die sich aller Orten kundgab, als Maria 
Theresia den ernsten Willen aussprach, Bildung unter ihre Völker 
zu bringen. 
Der erste Zeitraum, aus welchem wir die literarischen Erschei 
nungen auf geographischem Gebiet zu skizziren haben, reicht vom 
Jahre 1750 bis 1814 und umfasst somit den grössten Theil der 
Begierungszeit der grossen Kaiserin, die ganze Josefs II. und 
Leopold’s II. und noch die sturmbew r egten Jahre Franz I. bis zum 
sogenannten Weltfrieden. 
Im Jahre 1759 erschien — nach dem Tode des Verfassers — 
Friedrich Wilh. Weiskern’s „Topographie von Nieder-Oesterreich“ 
(Wien, 2 Bände), ohne dass der Verfasser die letzte Hand an sein
	        
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