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Werk legen konnte. Sie ist trotz mancher Irrungen, die man der
Bewältigung eines damals noch ungefügen Stoffes nachsehen mag,
noch heute ein verwendbares Nachschlagebuch und für gewisse Local-Verhältnisse
Quellenwerk.
Im Jahre 1777 lieferte Friedrich Wilhelm Taube in seiner
„historischen und geographischen Beschreibung von Slavonien“
(3 Bände, Wien) eine so umfassende und aus den thatsächlichen
Verhältnissen geschöpfte Monographie, wie sie das genannte
Kronland bis heute nicht wieder gefunden hat. 1780 folgt Franz
Griselini’s mustergiltiger „Versuch einer politischen und natürlichen
Geschichte des Temescher Banats“ (Wien, 2 Bände), 1785 Jaroslav
Schaller’s „Topographie von Böhmen“ (Prag, IG Bände mit einem
Begisterband), gross angelegt und mit bewunderungswürdigem Fleiss
durchgeführt. Ein gleiches Verdienst nehmen in Anspruch für Steiermark
der durch seine Beisen in Afrika und Asien für sein Fach vorgebildete
Jos. Carl Kindermann (Historisch-geographischer Abriss
von Steiermark, Graz 1787, — Beiträge zur Vaterlandskunde von
Inner-Oesterreich, 2 Bände, Graz 1790, — Bepertorium der steiermärkischen
Geschichte und Geographie 1788), für Ungarn der auch
um die Klärung der Geschichte dieses Landes hochverdiente Carl
Gottlob v. Windisch (Geographie des Königreiches Ungarn, 3 Bände,
Pressburg 1780—90), für Mähren Franz Josef Schwoy (Topographische
Schilderung des Markgrafeuthums Mähren, 2 Bände, Prag
1786), für Kärnten Carl Wilh. Mayer (Statistik und Topographie
des Herzogthums Kärnten, Klagenfurt 1796), für Schlesien Beginald
Kneifei (Topographie des k. k. Antheiles von Schlesien, 4 Bände,
Brünn 1804), für Galizien Samuel Bredetzky (Reise-Bemerkungen
über Ungarn und Galizien, 2 Bände, Wien 1809), für Tirol J. Wolf
(Geschichte, Statistik und Topographie von Tirol, München 1805),
für die ganze Monarchie endlich Ignaz de Luca (Geographisches
Handbuch von den österreichischen Staaten 1790 —96) und Christian
Crusius (Topographisches Post-Lexikon aller Ortschaften der k. k. Erbländer,
24 Bände, Wien 1798 — 1828).
Neben diesen Arbeiten, die dem allgemeinen Bedürfniss dienten,
linden sich Leistungen von hoher Bedeutung in Fächern, die mit der