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als gewöhnliche Kraft im geistigen Schaffen, im Erkennen und Erfassen
des Bedürfnisses und in ausharrender Thätigkeit, um sie willig und
rückhaltslos dem neuen Vaterlande zur Verfügung zu stellen. Der
eine von ihnen, Nicolaus Josef Jacquin, hat in der Geschichte der
Botanik und Chemie seinen Ehrenplatz, wir wollen ihn als Geographen
würdigen; der andere, Baltasar Hacquet, wurde später durch die
stürmischen Fortschritte seines Hauptfaches — er war Mineralog —
um das Andenken seiner Verdienste verkürzt; wir sind verpflichtet,
es zu erneuern.
In seiner neuen Heimat kaum warm geworden, erhielt und
erfüllte Jacquin eine geographische Mission von grosser Bedeutung.
Die von Maria Theresiens Genial Franz von Lothringen mit besonderer
Vorliebe gepflegten Gärten von Schönbrunn sollten mit Seltenheiten
aus der Thier- und Pflanzenwelt West-Indiens ausgestattet
werden. Der Kaiser übertrug die Ausführung dem jungen Botaniker,
den er in seinen Gärten öfter mit Bestimmung seltener Pflanzen
beschäftigt sah. Von dem überaus befriedigenden Erfolg dieser
Mission datirt die besondere Pflege, die der österreichische Hof
naturwissenschaftlichen Sammlungen und in weiterer Folge geographischen
Unternehmungen zuwendete. Die Beise des genialen Forschers,
sein vierjähriger Aufenthalt in Amerika, seine Verbindung
mit den grössten Geistern seiner Zeit und vor Allem sein durch
strenge Arbeit unter wechselnden Erscheinungen gestählter Geist
waren maassgebend für seine eigenen Schöpfungen in den ihm nächstliegenden
Fächern, wie für die Anregung zum vergleichenden Verfahren
in der Forschung. Sein botanischer Garten in Wien ist eine
Frucht der geographischen Idee, die ihn beseelte, sein „Specimen
Florae Austriacae“, sowie seine „Observationes botanicae“ — um
von Vielem nur Weniges zu nennen — athmenden cosmognostischen
Geist, der aus dem Ganzen schöpft. Die Expedition, die später
Josef II. nach den Mkobaren sandte, wäre nicht um ihren Erfolg
gekommen, wenn man ihr die wissenschaftliche Aufgabe gestattet
hätte, wie sie Jacquin im Sinne hatte.
Ein universeller Geist, wie Jacquin, war Baltasar Hacquet nicht,
aber darum nicht minder wirksam in der empfänglichen Zeit durch