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Full text: Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ; Weltausstellung 1873 in Wien ; Zweite Reihe: Ingenieur-Wesen, wissenschaftliche und musikalische Instrumente, Unterricht

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Als Frucht dieser Expedition lässt sich neben den wertvollen 
Schriften der Theilnehmer, unter denen Dr. Mikan’s „Delectus Florae 
et Faunae Brasiliensis“ (1820—25), Dr.Pohl’s „Plantarum Brasiliae 
icones“ (1828) und „Keise in das Innere von Brasilien“ (1882) 
hervorzuheben sind, vornehmlich das brasilianische Museum in Wien 
bezeichnen, welches durch Reichthum an seltenen Species und durch 
sorgfältige Behandlung der Schaustücke die Aufmerksamkeit fesselte 
und lange Zeit als Muster einer ornithologischen Sammlung galt. 
Yon Th. Ender waren an 700 Aquarell-Bilder brasilianischer Land 
schaften, darunter mehrere Panoramen, mitgebracht. 
War diese Expedition auch die einzige, die geographische Zwecke 
in höherem Maasse und mit ausgiebigen Mitteln verfolgte, so blieb sie 
doch nicht ohne Anregung zu Unternehmungen Einzelner, die direct 
oder indirect der Wissenschaft zu Gute kamen. 
Der achtzehnjährige Aufenthalt des siebenbürgischen Arztes 
M. Honigberger im Orient, namentlich inLahore (1815—33) kommt 
hier insoweit in Betracht, als seine reiche botanische Ausbeute durch 
Endlicher und Fenzl geordnet und beschrieben wurde. Wichtiger für 
Oesterreich war die Reise des Freiherrn Carl v. Hügel (1831) im 
südlichen Theil von Asien und in Australien, da in Folge derselben 
den Wiener Sammlungen eine namhafte Bereicherung an Naturalien 
und ethnographischen Gegenständen aus jenen Ländern zukam. 
Der historische Bericht über die Reise erschien 1840 „Kaschmir 
und das Reich der Sihks“ (4 Bände, Stuttgart). Yon hohem Wert für 
die Bereicherung der Wissenschaft hätte die Reise des Prager Arztes 
J. W. Helfer (1835—40) werden können, wenn sie nicht durch den 
Tod des eifrigen Forschers einen unerwarteten Abschluss gefunden 
hätte; er ward von den wildenEingebornen der Andamanen getödtet. 
Die Schilderung der Reise, von seiner Gattin geschrieben, die ihn 
begleitet hatte, erschien 1873 bei Brockhaus in Leipzig. Glücklicher 
und zugleich als ein Zeichen der Anerkennung zu nehmen, die man 
dem österreichischen Berg- und Hüttenwesen zollte, war die Reise 
des Bergrathes Russegger in Egypten, Nubien, Kordofan und Syrien 
(1836—38), an welcher mit hervorragender Thätigkeit in der Pflanzen- 
Forschmig Theod. Kotschy theilnahm. Im Interesse und über Auf-
	        
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