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Full text: Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ; Weltausstellung 1873 in Wien ; Zweite Reihe: Ingenieur-Wesen, wissenschaftliche und musikalische Instrumente, Unterricht

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seitigen höchst achtbaren Talentes mit staunenswerter Arbeitskraft, 
wenn man daneben seine Leistungen in der Landesvermessung, 
Kartographie, Statistik und Topographie mit in Anschlag bringt. 
In seinen „Grundlinien einer Encyklopädie der Kosmographie und 
Statistik“ regt sich unter dem Zopf jener Zeit schon der Geist, der 
später durch Carl Kitter befruchtend in’s wissenschaftliche Leben 
drang. 
Eine anregende Kraft, wie Lichtenstern, konnte nicht ohne 
Einfluss bleiben. Diess zeigt sich vornehmlich in den Monographien 
über einzelne Kronländer des Kaiserstaates, welche in diesem Zeit 
raum zahlreicher, meist mit Beachtung des historischen und physika 
lischen Elementes neben dem topographischen, theilweise schon mit 
sorgfältiger Gliederung des Stoffes, um ein überschauliches Bild von 
Land und Leuten zu geben, auf den Büchermarkt gebracht wurden. 
Der vorzüglichsten sei hier in chronologischer Folge gedacht: 1816 
Blumenbach „Landeskunde von Oesterreich unter der Enns“ (2. Auf 
lage 1834); 1817 Hietzinger „Versuch einer Statistik der Militär 
grenze des österreichischen Kaiserstaates“; 1819 Csaplovics „Kroatien 
und Slavonien“, dem 1827 das „Gemälde von Ungarn“ folgte; 1822 
Schmutz „Historisch-topographisches Lexikon von Steiermark“, 1833 
bis 1849 Sommer „Das Königreich Böhmen, statistisch-topographisch 
dargestellt“ (16 Bände, Prag), 1835 Wolny „Die Markgrafschaft 
Mähren, topographisch, statistisch und historisch geschildert“ (Brünn, 
6 Bände), 1836 F. Ens „Das Oppaland (der Troppauer Kreis) nach 
seinen geschichtlichen, bürgerlichen und örtlichen Eigenthümlich- 
keiten“ (4 Bände, Wien), 1837 Benigni v. Mildenberg „Handbuch 
der Statistik und Geographie des Grossfürstenthums Siebenbürgen“. 
Wesentlich gefördert wurde die Geographie durch die Statistik, 
der es eben zu jener Zeit beschieden war, in Oesterreich einen raschen 
und glänzenden Aufschwung zu nehmen. Schon im Jahre 1810 ward 
in Kegierungskreisen der Gedanke einer Staats-Anstalt angeregt, 
welche sich ausschliesslich mit der ziffermässigen Darlegung der 
Kräfte des Gesammtstaates zu befassen hätte. Man liess ihn jedoch 
wieder fallen, da die Grösse der Aufgabe bei den theilweise noch 
unzulänglichen Hilfsquellen keinen lohnenden Erfolg in Aussicht stellte.
	        
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