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Full text: Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ; Weltausstellung 1873 in Wien ; Zweite Reihe: Ingenieur-Wesen, wissenschaftliche und musikalische Instrumente, Unterricht

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Kaiser Franz aber bewahrte den ihm lieb gewordenen Gedanken, bis der 
rechte Mann gefunden war. Mit Cabinet-Schreiben vom 6. April 1829 
wurde die Errichtung eines statistischen Bureaus angeordnet und die 
Durchführung in die bewährte Hand des Freiherrn v. Baldacci gelegt, 
der damals Präsident des General-Kechnungs-Directoriums war. An 
dessen Seite begegnen wir im ersten Director der neuen Anstalt, 
Johann Freiherrn v. Metzburg, dem Begründer der administrativen 
Statistik in Oesterreich. Seiner Einsicht und Energie auf dieser 
durchaus neuen Bahn dankt sie die principielle Grundlage und die 
ersten dem Ziele zugewandten Versuchsarbeiten. Mit Carl Czoernig, 
der nach Metzburg’s Tode an die Spitze trat, erfolgte die Organisation 
des Institutes im Geiste der vorgeschrittenen Wissenschaft, entschei 
dend für dessen nachmalige Erweiterung und Selbständigkeit, für 
die ehrenvolle Geltung, die dasselbe unter ähnlichen Instituten der 
europäischen Staaten gewann und für den maassgebenden Einfluss, 
den seine Leistungen auf die Förderung und Lösung national 
ökonomischer Fragen übten. Von Czoernig’s Mitarbeitern, die er wie 
selten einer zum freudigen Zusammenwirken wie zur praktischen 
Verwertung der Wissenschaft anzuregen wusste, sind geographische 
Arbeiten zu verzeichnen, welche den regelnden Einfluss der Statistik 
auf die Behandlung des Stoffes unverkennbar wahrnehmen lassen, so 
in den letzten Vierziger Jahren von J. Hain, J. Schmitt, J. V. Häufler 
und V. Streffleur, später von Ad. Ficker, H. Brachelli, G. A. Schimmer. 
Und wenn wir als reifste Frucht dieser Bestrebungen hier die „Ethno 
graphie des österreichischen Kaiserstaates“ anführen, die Czoernig als 
Commentar seiner „Ethnographischen Karte des Kaiserstaates“ (1855 
bis 1857) erscheinen liess, so glauben wir damit einer hochverdienten, 
bahnbrechenden Leistung gerecht zu werden, welche das ungetheilte 
Interesse der Geographen in Anspruch nahm. 
Heute von dem Einfluss der Natur-Wissenschaften auf die 
Geographie zu reden, wäre müssig, da in der That wenig an der 
Geographie ist, was nicht Natur-Wissenschaft wäre. Diese Verschmel 
zung, die immer inniger werden muss, je klarer die Aufgabe der 
Geographie erfasst wird, war in dem bezeichneten Zeitraum theilweise 
noch in den Stadien unzulänglicher Versuche. In den geographischen 
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