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Full text: Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ; Weltausstellung 1873 in Wien ; Zweite Reihe: Ingenieur-Wesen, wissenschaftliche und musikalische Instrumente, Unterricht

Kartographie. 
Vom Beginne des 17. Jahrhunderts bis zum Jahre 1763 war 
kein merklicher Fortschritt in der Topographie zu verzeichnen. Die 
stets wiederkehrenden Kriege verhinderten zwar die Ausbildung 
dieses Zweiges, waren aber auch die unmittelbare Ursache, dass 
nach dem Hubertsburger Frieden der Landesvermessung mehr 
Sorgfalt zugewendet wurde. 
Die Aufnahme einzelner Districte, die bisher theils mit, theils 
ohne Unterstützung der Regierung und der Stände flüchtig betrieben 
und nur einzelnen Individuen anvertraut worden war, erhielt eine 
grössere Ausdehnung und einheitliche Leitung. Man gelangte zur 
Ueberzeugung, dass so bedeutende Kraft und Geld-Mittel wie sie 
zur V ermessung ganzer Provinzen erforderlich waren, nur vom Staate 
und der Regierung aufgeboten werden konnten. 
Es mussten zu diesem Zwecke Special-Anstalten gegründet und 
Special-Organe beauftragt werden, sich ausschliesslich mit der Landes- 
Erforschung zu befassen, die Aufnahme zu besorgen und die Kunst 
in allen ihren Abzweigungen auszubilden. 
Im Verlaufe weniger Decennien erfuhr die Topo- und Karto 
graphie eine derartige systematische Vervollkommnung, dass sie in 
modifieirterForm und Bezeichnung die Grundlage für das Maass der 
Besteuerung, die Basis für verschiedene volkswirtschaftliche und 
technische Unternehmungen wurde, allen mit der Geographie ver 
bundenen darstellbaren, anthropologisch - geographischen Unter 
suchungen Körper verlieh, und gegenwärtig auch in wissenschaft 
licher Beziehung und künstlerischer Durchführung einen hohen Grad 
der Vollkommenheit erreicht hat. 
Der Standpunct der Kartographie in Oesterreich bis zum Jahre 
1763 lässt sich durch die Vorlage eines Blattes der Vischerischen
	        
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