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Full text: Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ; Weltausstellung 1873 in Wien ; Zweite Reihe: Ingenieur-Wesen, wissenschaftliche und musikalische Instrumente, Unterricht

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Karte aus dem Jahre 1669 und des Atlasses von Reilly*) 1791 
illustriren, da diese Kartenwerke noch um jene Zeit die Grundlage 
zu Neuzeichnungen abgaben. 
Man trachtete damals die Zeichen für Orte, Wälder, Berge dem 
Natur-Bilde anzupassen, wodurch die Karten bei angenommenem 
erhöhten Gesichtspuncte eine landschaftliche Darstellung aufweisen. 
In topographischen Aufnahmen grösseren Maassstabes wurden jedoch 
die Berge mit feinen gekreuzten Strichen im Grundrisse, und mit 
sehr allgemein gehaltenem Detail gegeben. Die Terrain-Darstellung 
theils mit der Feder, zum Theile mit dem Pinsel in Strichen oder 
lavirt durch geführt, zeigte selten eine gleichartige Beh andlung. 
Unmittelbar nach dem 7-jährigen Kriege und zwar im Jahre 
1763 wurde die Aufnahme von Schlesien bewirkt. In demselben 
Jahre hatte der Hofkriegsraths-Präsident F. M. Graf Daun, über 
Anregung des General-Quartier-Meisters der Armee F. M. Lascy 
in Hinblick auf die vielfältigen Schwierigkeiten, die sich der operi- 
renden Armee wegen Mangels guter Karten ergaben, die Aufnahme 
von Böhmen und Mähren in Antrag gebracht, welche die Kaiserin 
Maria Theresia am 13. Mai 1764 mit dem Bemerken genehmigte, 
„dass man auch in Ungarn diese Arbeiten nicht genug pressiren könne.“ 
Es wurden 10 Generalstabs- und 30 Ofiiciere von den in 
Böhmen und Mähren liegenden Regimentern unter Leitung des 
Oberst-Wachtmeisters Baron Motzel für Böhmen, und Major Elmpt 
für Mähren, zur Vornahme dieser Arbeiten bestimmt. 
Wiewohl schon im Jahre 1762, über Befehl der Kaiserin Maria 
Theresia, Abbe Liesganig von Sobieschitz eine 6410 9 Klafter lange 
Basis bei Wiener-Neustadt mit hölzernen Stangen zu messen begann 
und in der Folge (1762—1766) die Länge des Meridian - Bogens 
zwischen Brünn und Warasdin zu ermitteln suchte, so wurden, um 
die Mappirungs-Arbeiten nicht zu verzögern, diese in den erwähnten 
Provinzen ohne vorangegangene Triangulirung begonnen, hiezu die 
*) Obgleich die Kartenblätter Reilly’s eine grosse Uebereinstimmung 
mit Homann’s Atlanten aufweisen und in vielen Fällen Copien derselben 
sind, so müssen wir uns schon der Zeit-Periode wegen auf den vaterländi 
schen Kartographen berufen.
	        
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