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Full text: Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ; Weltausstellung 1873 in Wien ; Zweite Reihe: Ingenieur-Wesen, wissenschaftliche und musikalische Instrumente, Unterricht

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oder verwaschen, die Höhe durch die Länge, die Neigung durch die 
Stärke der Striche zu geben, Absätze durch kleine Berge zu marki- 
ren, die Böschungs-Grade auf dem Kamme der Berge anzusetzen, 
endlich 4 Gradirungen anzunehmen, welche der Bewegungs-Möglich 
keit der Infanterie, Cavallerie, dem leichten und schweren Geschütz 
entsprechen soll. 
Etwas später hatte der preussische Major Ludwig Müller als 
Professor der Kriegs-Akademie zu Berlin die ersten Grundlagen für 
die Terrain-Lehre durch systematische Eintheilung des Stoffes, Fest 
stellung der Nomenclatur etc. geschaffen, das Terrain nach der 
Wasserspülung beurtheilt, und 8 verschiedene Gradirungen in Vor 
schlaggebracht, deren Bezeichnungen: „sanft, flach, prall, stark, steil 
jäh, schroff' und überhängend“ lauteten. 
Diese Ideen, welche bald Verbreitung fanden und später unter 
dem Titel: „Nachgelassene Schriften des Major Müller in Berlin 1807“ 
erschienen, mussten mit dem im Jahre 1792 bekannt gewordenen, 
1799 veröffentlichten und noch bis zur Stunde in Geltung verbliebenen 
Schraffen-Gesetze des sächsischen Majors Lehmann, der die verticale 
Beleuchtungs-Theorie aufstellte und der Terrain-Darstellung mathe 
matische Grundlagen zu verleihen suchte, auch auf die militärischen 
Aufnahmen und auf die Kartographie in Oesterreich wesentlichen 
Einfluss üben. 
Die Vervollkommnung der Instrumente hielt gleichen Schritt 
mit der Ausbildung der Terrain-Lehre und mit den technischen 
Fortschritten in der Terrain-Darstellung. 
Kaum waren daher die Aufnahmen der Monarchie im Jahre 1787 
beendet, so wurden auch die Einleitungen zu einer genaueren. Ver 
messung im Maassstabe 1 : 28.800 getroffen, der eine vollkommen 
wissenschaftliche Grundlage gegeben werden sollte. 
Noch im Jahre 1788 erhielt der Mailänder Astronom Oriani 
den Auftrag, am Ticino eine Basis mit eisernen Stangen zu messen 
und das trigonometrische Netz über das Mailändische zu spannen. 
(Vollendet 1791.) 
Die mittlerw'eile ausgebrochenen Kriege verhinderten die Vor 
nahme der Vermessungs-Arbeiten. Nur in Galizien wurde die
	        
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