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Karten vereinigt und solche in höchst übersichtlicher Weise geglie
dert, aufbewahrt.
Bei der 1872 begonnenen und auf das Meter-Maass basirten
Reambulirung der österreichischen Monarchie wurde die Grösse einer
Original-Sectioii derart festgestellt, dass sie vor der Reduction den
4. Theil eines Grad-Karten-Blattes darstellt.
Alle Erfindungen und technischen Fortschritte wurden für die
mathematisch richtige und bildliche Darstellung der Unebenheiten
gewissenhaft benützt, der Farbendruck das erste Mal durch Mauer
1783 zu Wien, der Linien-Farbendruck, welcher eine scharfe und
genaue Zeichnung, präcise Uebertragung auf die Platten, über
haupt eine grössere Genauigkeit als der Flächen-Farbendruck erfor
derte, durch Oberst Scheda bei seiner Karte von Europa das erste
Mal 1845 in Anwendung gebracht und durch ihn in dieser Art ein
geführt *).
Nur dem Farbendrucke verdanken geologische und ethnogra
phische Karten ihr Entstehen, da so viele Varianten durch conven
tioneile Bezeichnungen nicht deutlich gegeben werden können.
Mit der Erfindung der Lithographie durch Sennefelder, erhielt
die Kartographie eine ungeahnte Verbreitung.
Alois Sennefelder, schon 1817 vom General-Stabe aufgefordert,
die bestehende lithographische Abtheilung vollständiger zu organisiren
und seine Papierographie bekannt zu geben, konnte erst 1819 diesem
Rufe folgen.
In einer Zuschrift vom 29. September 1819 an die unter Oberst
Fallon zusammengestellte Commission, machte sich Sennefelder
anheischig, ausser den, durch sein Werk bereits bekannt gemachten
Erfindungen, noch andere Neuerungen anzugeben **).
. ) j^ach seinen Angaben wurde auch ein Gradirungs-Instrument zur
gleiehmässigen und ungebrochenen Führung der Parallelbogen auf Karten
construirt, welches sich aut das Princip, dass je drei nicht in einer geraden
Linie liegende Puncte durch einen Kreis umschrieben werden können -
basirt, und welches noch gegenwärtig in Verwendung steht.
**) In seinen eigenen Worten:
1. »Eine Vorrichtung zum Zeichnen der Pläne, wodurch beträchtlich
an Zeit und Genauigkeit gewonnen werde, indem man anstatt des gewöhn
lichen Gummi-Grundes sich des Aetzgrundes bediente, wodurch es möglich